Donnerstag, 5. November 2009

Happy Birthday to me




Noch unter Halbschlaf und Decken vergraben, liegen sie neben mir, beide. Sie in der Mitte, winkt ihm zu. Schmiegt sich an ihren Hasen. Ist er schon wach? Was mag er denken? Er dreht sich noch einmal um, sie schiebt ihn nicht, wie sonst, aus dem Bett, dass er die Milch bringe. Er dreht sich zu mir und singt leise. Lässt Lücken im Text für sie, die sie mit Güg füllt. Dann gehen sie zusammen runter und kochen Kaffee für mich. Mit einem Kuchen kommen sie ans Bett, Kerzen und Sterne funkeln. Einen schöneren Geburtstagsmorgen kann ich mir nicht denken. Ich bin gesegnet.



War es das, was ich mir da als stirnrunzelndes Mädchen ersonnen habe?

Mittwoch, 4. November 2009

summer wasn´t easy but winter is near

Nicht das hier jemand denkt, wenn Batti sich auf den Weg zur Arbeit macht, würden wir den ganzen Tag nur spielen und so. Wo kämen wir denn da hin. We have serious business around here, I can tell you!



Es gibt ja soviel zu bügeln in diesem Einmann-Zweimädchen-Haushalt. Die Stoffe knittern über Nacht wieder zurück und all die fabric scaps, ja ich weiß auch nicht, wer die immer so in eine Kiste stopft. Wenn wir gebügelt haben, nähen wir Kokodile auf. Und Raupen. Und Sterne. Mini Blondie sucht aus. Ich darf gar nicht erzählen, dass sie beim Nähen auf meinem Schoß sitzt, beinahe so sehr aus dem Häuschen wie ich, und den Knopf fürs Nadelabsenken drückt. Und die Stecknadeln aus dem Stoff ins Nadelkissen steckt. Amazing!





Ein Kissenauftrag wird zwischendrin fertig. Für mich ungewohnt gerade geworden, hat es aber Spaß gemacht, Quadrate zuzuschneiden. Jetzt muss ich noch das zweite Kissen machen. Die Vorgabe war zwar nur blau-creme-braun, aber es ist schon gleich ein anderes Nähen, mit ein bisschen Erwartungsdruck.



So, und als heute wir zwei fleißigen Lieschen beim Mittagkochen waren (ähem, keine Zeit mehr, was zu kochen, was ist noch im Gefrierfach? Fisch und Esskastanien. Na das schreit doch nur so nach einer Liaison.) ... als wir also das Gefriergut in die Pfanne gehauen hatten, fing es an zu schneien! Wow, der erste Schnee, und wir waren wach und herzfrei zum tanzen. Ihr glaubt ja nicht, was das für Mengen waren, die hier runterkamen. Von drei Flocken war Mini Blondie schon eingeschneit.

Montag, 2. November 2009

In der blauen Stunde hab ich neben dir gewacht

Finally, meet my dear, sweet Snaefried.



Aus dem hohen Norden der Wünsche und Möchtegerns ist sie gekommen, vor irgendeines anderen Mund hat sie die Schneewolken geküsst. Nicht jede, nur die mit den schmalen Lippen und den verdunkelten Gesichtern. Jetzt lachen sie, erlöst von Gries und Gram. Und Snaefried eilt weiter, Schnee in den Backen. Aus Stoffen vom ganzen Erdball (und am Ende doch alle - autsch - in China gestampft?!?), endlich fertig, selbst der Zierkragen sitzt und verrutscht nicht mehr. Zur blauen Stunde seufzt sie zweimal, lange, und man hätte wirklich nicht gedacht, dass sie so eine tiefe Stimme hat.



What took you so long? Ich gebe zu, das ist ein Lieblingssatz. Ich nutze jede Gelegenheit dafür. Snaefried ist also endlich fertig, angekommen und von Minie Blondie als Käfamähh identifiziert. Whew. Aber irgendwie ist mir hier und da dies und jenes zu schief und zu schräge, dass ich mich nicht traue, sie in meinen Shop zu setzen. Trotzdem kann ich Snaefrieds Charme nicht wiederstehen und sie hat mir schon vor Tagen ins Ohr geflüstert, wo sie hingehört. Da wird eine kleine Schelmin nächste Woche zwei Jahre alt und ich kann mir wirklich kein besseres Geburtstagsgeschenk denken als so ein Käferschaf. (Schließlich ist sie ein Novemberkind!)



Vielleicht bekomme ich es noch fertig und schaffe für die dazugehörende große Schwester ein matching Dalarnapferd. Aber auch wenn es die letzte Woche ganz still war hier bei KAFFIKNOPF habe ich gar nicht soviel genäht. Mit den tausend Plänen sitze ich mir selbst im Weg. Vielleicht ist es auch eine kleine Orientierungslosigkeit, an der Hand noch eine winzige Einsamkeit, draußen auf dem Land. Dabei kann ich hier weit mehr Kürbis bekommen, als mein Herz begehrt. Was war denn los in der letzten Woche, let´s see. Am Wochenende haben sich die Familie und eine Batallion Grabower Schiffchen und Törtchen zusammengefunden. Uuuh, soviel Buttercreme und Zücker. Dann war tagelang zu schlechtes Licht zum Fotografieren.



Ich wollte mal eine neue Lieblingsecke zeigen, aber bei dem Licht geht es nicht so gut. Da leuchten die Quitten (in Malchow von Muttern gekl***) ja mehr als die bewölkte Sonne. Auf dieser Bank sitzen wir neuerdings. Lange Jahre stand sie vergessen im Grabower Gartenhaus. Manche Dinge finden immer wieder zu mir zurück.



Geht irgendwer noch in den IKEA Spandau? Leider ist meine bodenlose Empörung schon wieder verpufft - aber Muckla und ich waren, nach jahrelangem Freundschafthalten mit IKEA Tempelhof, untreu geworden! Psst, es war nur das eine Mal. Es fing schon beim Parkhaus an. Von dort war der Eingang kaum zu finden. Der Eingangsbereich war klein und schlumpig dekoriert. Die Schließfächer wollten statt Nummerncode 2 EUR haben! Es gab - wirklich wahr - für den ganzen IKEA Spandau nur einen einzigen Bollerwagen - sagen wir, eine Miniatur von Bollerwagen. Immerhin waren wir so früh dran, dass wir ihn uns ausleihen konnten. Dafür wurden wir von allen weiteren Müttern mit Kindern dezent feindselig angeschaut. Das Wichtigste: der Kaffee. Er floss aus uralten Maschinen und schmeckte nicht. Längst nicht jede Maschine funktionierte. Zucker und Milch gab es in Behältnissen zur Eigenentnahme, wie in der Mensa. Ach, es war wirklich kein Spaß. Alles war eng und ungeräumig, jedem waren wir im Weg. Als wir es endlich an die Kasse geschafft hatten, kam noch der letzte Nasenstüber: Familymitglieder bekommen hier schon seit Jahren nicht die gute alte Papiertüte gratis dazu. Na wo gibt´s denn sowas? In Tempelhof nicht. Im Eifer der künstlichen Erregung habe ich gleich zwei Meter von diesem Stoff abgeschnitten. Das könnte ein Kandidat für meinen Lieblingsstoff sein. Ich bin unsicher. Es ließe sich erst ab vier Metern davon sagen. IKEA Tempelhof, wir kommen! Wir waren nie wirklich weg. Bitte, bitte, bewirf uns nicht mit Weihnachtsbäumen. Sonst sind wir in ernsthaften Schwedigkeiten.

Freitag, 23. Oktober 2009

Abreise

Meine gärtnerischen Untermieter sind abschiedslos ausgezogen. Dabei hatten wir längst per Flügelschlag abgemacht, ich gebe mit den Ohrringen Silberblinkzeichen, wenn das Wetter drei, vier Tage halten soll. Sie wussten es besser. Ich hätte ihnen die Schönwettermeldungen verschwiegen und sie durch den Winter gefüttert. Jetzt liegt die Wiese leblos da, die Abordnung von sieben Graustaren kommt nicht mehr um das Laub abzunicken. Und die zwei schwarzen Paare, die Nou so gern beobachtet hat, sind ohne Koffer und Hutschachteln abgereist.



Montag, 19. Oktober 2009

Ungeduldig

Mini Blondie kennt noch nicht einmal die Geschichte von der Prinzessin auf der Erbse, trotzdem wollte ich ihr schon seit geraumer Zeit unbedingt auch ein Set nähen. Die Stoffe dafür habe ich auch schon lange auf dem Tisch liegen - gestern habe ich für einen kleinen Quilt und für die ersten Matratzen zugeschnitten. Und heute in der Mittagspause losgenäht und gleichzeitig Anne auf Green Gables und original Julia Child Shows geguckt. Wenn es nicht so kalt da oben unterm Dach wäre ... aber mit Kaffee in der größten Tasse und Battis Strickjacke geht es.



Es wird nur ein kleiner Quilt aus breiten Streifen und mir gefällt die Idee, dass die Stoffe von den Matratzen zu denen vom Quilttop passen.
Mini Blondie war kaum wach, da habe ich versucht, sie für die Matratzen zu begeistern. Well, ich hatte keine passende Prinzessin, aber einen Frosch mit Flügeln, und Erbsen nur im Tiefkühlfach. Ich glaube, ich muss ihr erstmal das Buch vertraut machen, dann können wir die Geschichte nachspielen. Kennt jemand eine besondere Ausgabe von dem Märchen?



Jetzt wage ich mich doch noch einmal ins kühle Lüftchen und werde mit Bügeldampf erstmal einheizen. Noch längst nicht alle ToDos sind fertig genäht. Und hier noch eine Gute-Nacht-Praline, vom Oliver+s Blog und Lieblingsschnittmustererfinderin Liesl Gibson. How cool is that.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Unendlicher Spaß



Eine Lesung! Oh, wie lange ist das her ... Ein spontanes Sleep over bei Muckla bescherte uns das, und gleichzeitig auch einen Babysitter. So let´s rock the whole city, man. Oder wenigstens (ohne Strickzeug!) im Prater dem Harald Schmidt, an der Seite von Trystan Pütter und Anne Ratte-Polle (das ist doch ein Künstlername) zuhören. Und weil ich solange zu keiner Lesung mehr war, umso besser, wenn es sich bei dem Buch Unendlicher Spaß von David Foster Wallace um ein 1600nochwas seitiges Buch handelt. Hervorragend gelesen, was genial geschrieben ist! Und großartig übersetzt. (Wer liest es mir weiter vor?) Durch den Abend führt der Literaturkritiker der taz, im Gespräch mit Übersetzer Ulrich Blumenbach. Bis auf die nicht vorhandenen Kritikerfragen und dass er auch sonst nichts zu sagen hatte, war es ein fantastischer Abend. Ich wünschte, Blumenbach hätte ganz ohne tazKritiker die Bühne gehabt, was für ein interessanter Beruf, und Mensch.


Foto von amazon

Nebenan ist es auch schön ...



Bei unser Nachbarin gab es einen Bücherabend der anderen Art ... wunderschön gefertigte Bücher, in Papiere oder Stoffe eingebunden, konnten wir dort bekommen, unter anderem auch diese Geschenktütchen. Hm, perfekte Pralinenverpackungen.



Und auch unter unserem Dach geht es voran. Mein Mini Blondie schläft wieder zuverlässiger und ich lasse konsequent den Abwasch stehen und flirte mit meiner Maschine. Ja, das würde ich auch als unendlichen Spaß betiteln.



All for the shop! Wir sparen, honey, wirklich. Aber ein Fünfer für die beiden Stoffe, das musste sein. Ich nähe daraus etwas für den Shop, ganz bestimmt.



Die Entenfüße sind schon lange fertig - sie sind für einen Neuankömmling, der schon bald zwei Monate alt ist. Hoffentlich passen sie noch.
Das war ein everything update. Und nun überlege ich mir, wie ich Mini Blondie beibringe, dass man nicht in den Tuschkasten malt, sondern mit den Farben aufs Blatt. Aber vielleicht ist das ja gerade der Spaß, alle Farben wild miteinander zu mischen ... Bin ich schon zu lange groß? Spaß beiseite ...

Dienstag, 13. Oktober 2009

Malen mit Muckla

Lila! Lila, Heia lila, nich Heia, Ela hin. Hand. (malt die Handumrisse) Anou Hand! Ela Hand. Indi Indi Hand. Hand! Ela dia (= das hier). Oh. Ela, Anou Hand. Ela Hand. Ela Hand. Ja. Dia rum Ela. Hier Ela Hand. Dia um. Ela n mal. Ela gün. Lila dia. Ela dia. Rot auch. Punt Punt Miau. Ja! Anou Punt Punt. Hahahaha. Mal. Rot auch den. N mal. Mäh mäh. Anou dia. Oki oki aka. Aaaah. Hut auf. Hallo Lila. Da Lila. Ela da! (Rutscht auf dem Hocker hin und her, schmeißt Lila runter)
Gut. Uhuhu. Uhu. Ja. Määäh. Mond. Gut. Da gut. Ha leer. Gut. Ti ti. Ela Loch. Ela mehr Loch. Babyloch. Pieck Pieck Pieck. Nee. Nich Mond. Nich! Nee. Nich Swein. Maln. Eieiei Eieiei. Ela. Eieiei. Eieiei. Mukmuk. Weint, da. Mehr Mukmuk! Ha gut. Ha gut. Eieiei. Eieiei. (Sagt sie, wenn etwas runter fällt) Munt. Anou Munt. Gut. Oh. Loch. Hallo Loch. Da! Munt! A Munt. Mama. Mama! Anou Lila bumm. Wiele! (flüstert) Wiele! Ela. Mama! Anou da durch. Guck. Guck guck guck. Durch. Anou durch. Chrrr Chrrr. (nimmt das Schwein Anita hoch) Chhhhrr Chhhhrrrrr. B. Baum. Ani- na. Anou kommt da.
In dem Moment wird mein Schoßplatz vor dem Macbook erobert ... Das war nur ein winziger Ausschnitt vom Tagespensum meines kleinen Plapperschnütchens. Manche Worte lernt sie mir viel zu schnell "richtig". Allzu bald wird sie der Kinderstube entwachsen sein.



Naja, dann können wir endlich zusammen Kaffi trinken gehen!

Montag, 12. Oktober 2009

REDEN



Ein letztes Bild von Bornholm, versprochen. Ich weiß zwar nicht, wen oder was die, die das Schild über den Briefkasten anbrachten, damit meinten ... aber reden ist immer gut. Alles hat seine Zeit. Und der Herbst bringt viel davon mit.


Ja, mit ihr rede ich auch.

Hat es wirklich nur Frollein Anna entdeckt, den kleinen großen Unterschied, da auf meinem Tisch? Ich bin ein Glückspilz, denn ich darf diese Lady mein Eigen nennen und ich bin sicher: wir werden nie Zoff miteinander haben. Sie wird mich höchstens anschweigen, weil ich zuviel Zeit mit den anderen Bewohnern des Hauses verzoffe ... über Mittagsschlafzeiten und Bilderplätze und Biomüllstandorte. Aber alles halb so wild: in Wirklichkeit sind das nur Peanuts, die mit den abgeschnittenen Fäden unter den Tisch fallen. Dafür werde ich trotz Sparflamme mit Sushi vom besten Laden der Stadt verwöhnt. Und der Trollprinzessin aka Mini Blondie, ja der kann ich einfach nicht böse sein, wenn sie mich so zum Lächeln herausfordert und Punt Punt (Komma, Strich, fertig ist das) Munt (gesicht) itze atze itze atze (fertig ist die Mietzekatze) vor sich hin murmelt. Haha!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Dalarnas



Ich hätte nicht gedacht, dass sich dieser Stoff, den ich doch für die Summer Blouse aus Weekend Sewing verarbeitet habe, so gut für Dalarnas macht. Ich habe noch drei Stück aus dem Stoff genäht. Sie sehen irgendwie verschneit aus, sowieso verbinde ich mit den Dalarnapferden Winter und Weihnacht.



Dieses hier hat sich verkauft, noch bevor es einen Namen bekommen konnte. Jippie, ein kleines Erfolgserlebnis nach einem verregneten, mühsamen Schiefgeh-Tag. Der wurde am Abend aber noch einmal kräftig aufgehellt mit Kürbissuppe und Besuch bei einer großen Familie. Was Kinder alles so erzählen ... einfach wunderbar! Und Mini Blondie hat sich sofort wohl gefühlt in dem Mädchenkinderzimmer und drauf los gespielt mit Arztkoffer, Kinderstaubsauger und Puppenwagen. Als wir losfahren wollten, hat sie sich sogar dort in das Kinderbett gelegt und mich fragend angeguckt. Was denn Mami, ich schlaf heut hier!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

can you blame me?

I´m in love!



Isn´t she the cutest?
Das neue Ingrid Michaelson Album ist zu haben, und ich habe es nicht einmal gemerkt! Nicht zu fassen. Muckla hat uns damit überrascht. Und damit hören die Überraschungen noch lange nicht auf. I can tell you! Fällt euch ein Unterschied auf zwischen dem Bild von meinem studio und diesem Bild hier? Ja? Nein? Was denn nun? Schaut mal genau hin! Etwas ist anders.



Hier bei KAFFIKNOPF ist es gerade ein wenig stiller geworden. Die letzte Herbstsonne, der Garten, das Laub locken einfach zu sehr. Bald kommen die kalten Tage und wir werden viel drinnen sein, vor dem Ofen spielen, austesten, was sich mit Mini Blondie schon so craften lässt - und hier auf dem Blog halbe Romane schreiben. Versprochen. Und auch das herbstene KAFFIKNOPF GIVEAWAY ist nicht vergessen. Ich bin am Einnähen! Einige werden verstehen, dass es ist, wie frisches Blut in den Adern. Der Stoff ist zugeschnitten, gebügelt, festgesteckt ... und die Maschine arbeitet sich durch, zielsicher, selbstbewusst, freundlich. Seufz. Baby, I´m back! So viele geplante Geburtstags-, Hochzeits- und Babygeschenke haben sich in meinem Sketchbook angesammelt - und wenn ich alles fertig habe, kann ich es kaum erwarten, ein Käferschaf zu nähen. Der Name steht schon fest: Snaefried.


Hier auf der Insel haben wir den Namen gefunden, ausgegraben ...


... und, im Pilzkörbchen gut versteckt, nach Hause gebracht.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

corners of my home

Neues Zuhause, neue Zimmer, neue Ecken ... neue Lieblingsplätze. Noch gibt es sie nicht so ganz, aber ich kann schon spüren, wie sie wachsen. Jetzt steht die alte Holzbank aus Kinderzeiten in der Küche und macht den Gartenblick perfekt. Und wenn dann vor meiner Nase mecklenburgische Pflaumen und frisch aus dem Ofen geschlüpfte Birnentartes duften ... mhhhmmm.



Noch ein Kanditat für eine Lieblingsecke. In diesem Zimmer habe ich mich bisher am wenigsten aufgehalten. Auch wenn die Fenster so hoch sind, das man nachts denken könnte, man liegt unter freiem Sternenhimmel. Das ist die eine Seite vom studio, ich habe einen Fensterplatz! Für Filou ist auch noch Platz und für ein Gästebett dazu. Genau an diesen Fensterplatz will ich jetzt eilen und noch ein paar Stiche zelebrieren, bevor Mini Blondie wieder wach wird und wir die Vorbereitungen für den Herbstsuppenbesuch treffen.

Mittwoch, 30. September 2009

brother innov-is 50

He turned crazy. And now he wanna sew!

Samstag, 26. September 2009

...



Wie schnell die Woche zurück in der Heimat verflogen ist ... Mini Blondie spricht immer noch vom Meer und wenn sie den Herbstwolkenhimmel entdeckt, hält sie ihn fürs Meer. Ich würde auch lieber wieder an der Ostsee sitzen als von den hiesigen Grippewellen umspült zu werden.
Minie Blondie geht schon mal vor ...

Donnerstag, 24. September 2009

Mehr Meer



Nichts besticht mich mehr als so ein Herbstmeer im Septemberlicht. Ja, sie hatten alle Recht, die vormals von der Insel sprachen - das Licht dort hat sich schon immer aufs Herzenfangen verstanden. Wir haben viele getroffen, die einmal auf Bornholm Urlaub gemacht haben und gleich dort eingezogen sind. Viele Deutsche haben dort irgendwas, einen Laden, ein Café, eine Galerie. Kann ich gut verstehen. Viele Häuser standen zum Verkauf ... Aber nein, so schnell ziehe ich nicht schon wieder um, hehe. Bin ja hier noch gar nicht richtig angekommen. Morgen vor einem Monat sind wir hier eingezogen, hooorray. Noch längst nicht alle Kisten sind ausgepackt und ich habe seitdem nicht einen Nadelstich genäht! Uuh, das schmerzt. Was ist nur los. Meine Supplies sind alle ein Durcheinander, die Stoffe maulen mich an und ich habe keine Inspiration. Leere Wände. Und keine freie Minute. Mini Blondie ist hier noch fremd, ich spüre ihre Unsicherheit, sie weicht kaum von meinem Arm. Erstmal müssen wir für sie ein paar kleine Spielfreunde finden. Ich bin kurz davor, Hase, Hund und Katze zu besorgen. Wenn es mal ordentlich reife Avocados gäbe, würde ich uns eine Trost-Sushi-Portion rollen. Auf Bornholm gab es tatsächlich auch einen Sushiladen. Die großelterliche Skepsis war allerdings so groß, dass wir nur das Plakat davon angelechtzt haben.



Man bräuchte dort beinahe keine Autos, die Landschaft ist von Zweirädern geprägt. Und an den Radwegen stehen überall herzallerliebste Verkaufsstände mit eigensinnigen Geldeinwurfanlagen. Bei dem hier gab es neben dem angebauten Gemüse auch Blumensträuße, frische Kräuter und einen Schrank voll Trödel. Viele bieten auch ihre gestrickten Sachen an, sehr schön und vertrauensvoll.







Noch schöner als Einkaufen gehen war das Jagen und Sammeln. Na gut, das Jagen bestand nur aus Gucken. Muckmuck-Gucken. Mini Blondies Freund am Waldwegeingang hat fast immer auf der Wiese auf uns gewartet. Und die Pilze! Versprochen war, dass sie bis vor die Haustür wachsen. Nach dem ersten Regentag war das auch so. Jeden Morgen ging es auf Pilzbabysuche und Mini Blondie war nach kurzer Zeit schon ein zuverlässiger Steinpilzfinder. Erstaunlich, die vielen Giftpilze hat sie nicht einmal versucht zu ernten. Steinpilze in allen Größen haben wir gefunden, einige Braunkappen, Pfifferlinge, Ziegenlippen (warum heißen die so?) und Butterpilze. Manche haben wir entdeckt, als sie gerade ihren Kopf durchs Moos gesteckt haben - irgendwie ein Wunder. Da kommt so ein kleiner Helm durch und sieht so drollig aus. Du guckst und guckst und streifst durch den Wald und da! Da ist einer! Und dann entdeckst du eine ganze Pilzfamilie. Manche haben wir gegossen, damit sie schneller wachsen. Ähem.
Die nächsten Tage kann ich noch ein wenig mehr von der Inselzeit hier teilen. Und in den knappen TimeforMama-Minuten muss ich mich endlich mit meinem Nähzimmer anfreunden. Dann gibt es vielleicht bald ein paar Bilder von meinem neuen studio. So viel Platz hier! Wohlmöglich bringt ein Herbst Hello Giveaway mich wieder zurück ans Craften.


Da habe ich doch nur einmal gegossen, und jetzt ist das ganze Meer voll.

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