Sonntag, 7. Juni 2009

In Amerika!

Wir sind angekommen. Manchester, New Hampshire, sommerheiß und grün grün grün!
Schmale Landstraßen, Berge, breite Flüsse und hohe Wälder, kleine Ortschaften ... wüsste ich es nicht besser, würde ich denken, ich bin doch in Norwegen. Die Menschen sind wirklich viel freundlicher als in der Heimat. Für eine Dollarnote, die ich Wechselgeld habe, bekomme ich ein "You´re the queen". Jeder nimmt Notiz von Mini Blondie und sagt mindestens "Oh so cute". Noch nervt es nicht. Es ist fast eine kleine Sicherheit, die Herzen hier erobern zu können. Als wir am Flughafen landeten und durch die Einreiseprozedur mussten, kam ich mir schon wie ein Eindringling vor. Wie das unartige Kind, dass dreckig und eine Stunde zu spät zum Abendbrot kommt. Nounou war nach den vielen Stunden auf engem Raum unglücklich, jetzt auch noch in einer engen Schlange warten zu müssen, da hat uns eine Ordnerin, die exakt so aussah und so redete wie Mai von Men in Trees, herauskommandiert und vorgenommen. Wow.
Es ist seltsam, hier zu sein. Ich dachte nicht, dass ich in meinem Leben wirklich einmal nach Amerika komme. Vielleicht, weil ich mich nicht damit abfinden will, dass es einen Ort gibt, der soweit weg ist von Zuhause. Es ist schön hier, auch wenn alles wie aufgepumpt wirkt. ALLES ist größer. Die Eichhörnchen, die Autos, die Straßen, die Supermärkte mit ihren Waren. (Das Angebot dort hat mich wirklich erschlagen und verzweifelt gemacht: Wie bringe ich all die Pies und Cakes heil mit nach Hause? Im Handgepäck?) Noch hält sich mein Vorurteil von einer gewissen Arroganz der Americans. Warum protzen die so? Warum halten die sich für das Gelbe vom Ei?
Die Zeitumstellung war langwierig, ich glaube, jetzt sind wir hier angekommen. Hier ist früher Nachmittag. Bei euch, meine Lieben, nur noch zwei Stunden Sonntag. Dass wir nicht in der selben Zeit leben, lässt die Entfernung noch größer erscheinen.
Was hier ganz anders ist: Abfälle wie Kartoffelschalen werden alle in den Ausguss geworfen, dann drückt man auf einen Schredderknopf und die Spüle frisst den Müll weg. Crazy! Es gibt hier keine Gehwege, die Appartmenthäuser sind sehr stickig, dafür aber sehr geräumig und voller Wandschränke. Überall gehört ein Pool dazu und die Häuser haben wirklich, wie im Film, alle eine Veranda mit Schaukelstühlen oder Sofa drauf. Ich habe da aber noch keinen Menschen sitzen sehen! Wahrscheinlich verstecken sie sich vor uns.
Nounou sucht vergeblich Wauwaus, wir treffen nur selten einen. Wenn wir irgendwohin wollen, sitzen wir eine ganze Weile im Auto. Am Freitag waren Hjortron und ich auf dem Summer Sale von Keepsake Quilting. Amerikas so ziemlich größter Quiltstoffladen. Wir sind nur kurz drinnen durchgelaufen - der Spaß war draußen zu erleben. Seit Vier Uhr früh wühlten sich die Crafter dort durch die Kisten mit den Stoffresten. Wettkampf war angesagt - wer bekommt die meisten Scraps in einen Beutel gepackt? In einem großen Zelt gab es noch weitere Stoffbahnen und Zubehört aller Art zu Schnäppchenpreisen.




Gestern ging es crafty weiter. Die Papas sind in den White Mountains herumgestiegen und wir haben uns am See vergnügt.



Aber in Gedanken waren wir schon beim Abend mit Mama Prime Time auf dem Squam Art Fair. Dort gab es wollene und stoffige Schönheiten aller Art, eine Ravelry Party mit Buttons und Pizza - aber das Highlight war die hinreißende Soulemama herself mit little Miss Ada. Die umliegenden Papas hier können das nicht verstehen und nehmen uns reichlich auf die Schippe, aber es war etwas ganz Besonderes, diese tolle Mama und Stoffkünstlerin dort zu treffen.

Meine erjagten Stoffschätze würde ich euch ja gern hier zeigen, ja, sogar alle einzeln, aber! Sie sind bereits in der Waschmaschine (ich nutze den Trockner hier aus) und werden vielleicht schon ein bisschen vernäht. Dafür gibts ein Trostbild von unserem Frühstück. American Pancakes mit Blaubeeren, Marple Sirup und Orangen.



Zitate für die Ewigkeit:
"Du stinkst nach Stinktier! Nach Chlor und Stinktier!"
Grandgrandma to Grandma in the market: "Darling, you know, I always need a big pile of backup coffee."

Mittwoch, 3. Juni 2009

Madrid

Zwischenstation in Madrid - drei Stunden Zeit, um mich vom ersten Flug meines Lebens zu erholen. So schlimm war es gar nicht. Ein bisschen wie durch Milchschaum waten - oder wie in einem riesigen Civilizationspiel. Aber enger als im Zug! Minie Blondie hatte zum Glück einen leer gebliebenen Sitz für sich, aber dort drei Stunden lang hin und her zappeln, das war schon nicht so einfach. Gleich checken wir ein für den Flug nach Boston. Vorher haben wir uns mit Kaffee vollgetankt - STARBUCKS is everywhere. Und ich habe den Piloten gesehen! Ganz zum Schluss ist er aus dem Flugzeug gestiegen. Sah gut aus. (smile)
Read you later.

Dienstag, 2. Juni 2009

Flaschenpost

Eins meiner Lieblingszitate geht ungefähr so: Wer wirklich frei ist, den erreicht man nur über eine Flaschenpost ...
In ständiger Gegenwart von Internet, Mobiltelefon und Paybackpunkten kaum noch vorstellbar. Allein die Vorstellung strahlt schon Idylle aus: Hinterm Haus ein Garten, und dort fließt ein Fluss lang, und am Vormittag gehe ich nachschauen, ob Post gekommen ist.
Heute verschicke ich eine Flaschenpost - Adressat unbekannt. Ich hoffe, sie kommt an. Es ist schließlich eine original Kaffiknopf-Flaschenpost.



Damit mache ich noch hoppladihopp bei Fröken Skickligs wunderbarem Giveaway des Monats mit. Heute ist Einsendeschluss! Eigentlich müsste ich die Flaschenpost in die Elde werfen, die ist wirklich hinter unserem Garten entlang geflossen. Aber da schaffe ich es heute nicht mehr hin. Morgen aus dem Flugzeug werfen - leider einen Tag zu spät, da komme ich nicht mehr in die Auslosung für diesen zuckersüßen Piraten. Also, Spree oder Panke, psst, psst, ihr bekommt nachher noch Post.
In der Flaschenpost ist drin: Eine Feder, die Opas Hahn verloren hat, sie schimmert grün und lila. Knöpfe, Kaffee, ein Kaffeefilter, ein Vergissmeinnichtband, ein weiser Spruch und ein Briefchen.



Foto vom "Absenden" kommt nachher noch.

Samstag, 30. Mai 2009

...



Ein neues Käferschaf ist bei uns eingezogen. Es ist ganz nah dran an meinem Wunsch-Prototyp. Ein paar Sachen stimmen immer noch nicht so ganz, wie die in die Hüfte gestemmten Arme. Aber immerhin hat dieses Käferschaf Arme! Mund und Nase habe ich diesmal mit der Maschine genäht - sieht mir aber zu "ordentlich" aus. Werde es wieder mit der Hand sticken. Aber mir gefällt der Körper im durchgängigen Stoff und das Gesicht nur appliziert aus Filz. Dieses Käferschaf gehört schon meinem Minie Blondie. Es sitzt mit ihr am kleinen Tisch und wartet geduldig, bis sie beim Malen auch mal ein bisschen Platz auf dem Blatt macht. Es träumt davon, mal ins Cupcake´s mitgenommen zu werden und es mag heiße Bäder mit Schaum und Seifenblasen. Erbsen verträgt es nicht gut und wenn ich zu oft die H-Moll-Messe höre, wird es ärgerlich. Aber ansonsten klappt das Zusammenwohnen sehr gut.



Hier ist der letzte Däumling, den ich jetzt erst fotografiert habe. Er kommt nachher in den Etsy Shop.



Mein Flugzeuglesetoff ist auch schon angekommen, allerdings fällt es mir schwer, nicht vorher herumzublättern. Mein Favorit bis jetzt: Das genähte (natürlich) Gemüse.
Jetzt bleibt uns ein gewittriges, ansonsten ruhiges Pfingsten. Keine Pläne. Keiner da zum Pläne machen? Auf jeden Fall Spielraum. Schön wäre: Eine neue Serie anfangen, mehr von Snow Patrol hören, noch ein Buch durchlesen, einen Kuchen finden, den Weg wissen.
Hier kommt eine Gutenachtgeschichte. Was ist euer Element?

The Finish Line

The earth is warm next to my ear
Insect noise is all that I hear
A magic trick makes the world disappear
The skies are dark, they're dark but they're clear

A distant motorcade and suddenly there's joy
The snow and ticker tape blurs all my senses numb
It's like the finish line where everything just ends
The crack of radios seems close enough to touch

Cold water, cleaning my wounds
A sad parade, with a single balloon
I'm done with this, I'm counting to ten
Bluest seas, running to them

I feel like I am watching everything from space
And in a minute I'll hear my name and I'll wake
I think the finish line's a good place we could start
Take a deep breath, take in all that you could want

SNOW PATROL

Dienstag, 26. Mai 2009

Unwetterwarnung . Worte fädeln . Erwachsenwerden

Licht 1

Manchmal trifft man einen, der ist wie ein Licht,
Und man trifft ihn nicht zweimal im Leben.
Und man weiß: Nur einmal dieses Gesicht.
Und man denkt: Das darf es nicht geben,
Daß man diesen Menschen verlor,
Ehe man ihn gefunden,
Und kein Danach und kein Davor ...
Dieses Licht ist für immer entschwunden.
Geheimer Speicher Erinnerung,
Empfangs- und Sendezentrale:
In einer anderen Dämmerung
Verwandelt er die Signale,
Die auf uns gekommen von einem Gesicht,
Das wir nur einmal gesehen,
Zurück in Wärme und in Licht.
Und das hilft uns die Nacht überstehen.

EVA STRITTMATTER


Das fühlt sich vertraut an. Ich dachte, ich bin schon erwachsen. Oh, ich werde es erst.
In Mecklenburg war der Klee hoch erfreut, als Fotoboden zu dienen. Auch wenn das Licht ein wenig launisch war, habe ich die neuen (auch gerade erwachsen gewordenen) Däumlinge geknipst. Sie sind schon im Shop.
Welcome, Apple und Kurt Room.





Das Gewitterwetter ist überstanden, die Stadt nicht weggeweht und der Schlehenwein aufgebraucht.
In einer Woche sitzen wir schon im Flugzeug, über Werweißwo. Ich packe meine Koffer und nehme mit: Jede Menge Sachen für Mini Blondie, geeignet für Erdbeerflecken, Modderschlachten, Stadtstaub und Meerwogen. Mein Koffer bleibt so leer wie möglich, ihr wisst schon, wieso. Ich fühle mich, wie ein Krieger vor großer Beuteschlacht. HOKA HE!

Sonntag, 24. Mai 2009

not at home



Ja, auch ein feines Plätzchen, aber nicht auf Dauer. Neun Jahre Hauptstadt, jetzt ruft der Nordwind nicht mehr nur, er zerrt an mir. Ich weiß, wo ich Zuhause bin. Wo mein Herz an Strom geschlossen ist. Wo ich auch einatme, nicht nur aus.
Wir sehen uns Häuser an ...
Was ich suche, hat Streuobstwiesen in der Nähe, kühles Taugras am Morgen vor der Tür, höflichen Sonnenschein, Bäume im Garten, und darunter Stille, Platz für mich. Am Dorfrand einen Wald, und darin einen Wolf, der sich mir erst zeigt, wenn ich sehr alt geworden bin. Hinter dem Haus einen Garten zum Juchtzen für Mini Blondie, wo sie die rotreifen Erdbeeren entdeckt und drängelt, dass ich sie pflücke. Und viel Orange in der Erde: Kürbisse, Ringelblumen, Aprikosen, noch mehr Kürbis.
Oh ja, und Platz gibt es dort für euch alle - manchmal werden die Feste laut und manchmal sehr still, nur eine einzelne Spur auf dem Klavier, nur eine tiefe E-Saite klingt.

Jetzt will ich noch eine Flaschenpost verschicken, damit ich mich in Fröken Skickligs Verlosungshut für das Mai-Giveaway setzen kann. Unbedingt anschauen und mitmachen!
Und habt ihr schon gesehen? Frollein Anna hat einen neuen Craftingblog eröffnet, hurra!
Einen schönen Sonntag allerseits, ich gehe wieder Erdbeeren essen. (Wenn Mini Blondie nicht guckt, tunke ich sie in Schlagsahne, pssst.)

Freitag, 22. Mai 2009

Erdbeer Däumling



Ein Landwochenende mit Sturm, nassen Straßen, vielen Katzen am Weg und den ersten reifen Erdbeeren liegt vor uns. Oh, Sonne, süße die roten Früchtchen noch ein wenig nach, morgen wollen wir ernten. Die Däumlinge sind auch "reif", es fehlen noch die Fotos. Einen Erdbeer Däumlelinchen habe ich schon im vertrauten Umfeld erwischt. Dieser geht allerdings nicht in den Etsy Shop, wie die anderen, sondern auf eine kleine Reise, in die Stadt mit dem Fluss.
Ich hoffe, ihr habt auch alle ein Wochenende voll reingewaschener Luft und mit etwas zum Ernten.

Mittwoch, 20. Mai 2009

grateful for ...

Ich bin voll Dank für ...

*Regenluft
*Franzbrötchen
*ein bis nach neun schlafendes Mädchen = eine Morgenstunde auf dem Balkon für mich
*eine Stadt mit allen Möglichkeiten und die Gewissheit, für eine muss ich mich entscheiden
*ein neues Päckchen Kaffee
*Post
*zurückgefallene Freiheit
*die Leere, da, wo bald Musik sein wird
*die Bekanntschaft mit dem Kinomädchen
*frisch aus der Erde gewachsener Rosmarin
*die Wehen vor Eintritt des Sommers
*einen Schrank voll Glück, neu sortiert nach Farben, voilà:




Alle paar Monate verknittern und vermengen sich die Meter miteinander und ich weiß gar nicht mehr, was für Stoff ich eigentlich habe. Ich weiß, es klingt total Panne, aber es macht so glücklich, die Stoffe alle neu zu sortieren. Im Schrank sind nur die, die ich seltener brauche. Meine "hottest prints" sind in einer großen Schachtel, in ständiger Reichweite bei der Nähmaschine. Für die muss ich mir noch ein besseres Stauverfahren überlegen. Irgendwelche Ideen?

Amanda, oder neu entdeckt, Apples for Poppy Anne schreiben regelmäßig Posts, die mit Ich bin dankbar für ... beginnen. Das ist eine schöne Idee, sich selbst darüber bewusst zu werden und miteinander zu teilen.
Ich hoffe, ich kann mir, bis ich alt werde, erhalten, über winzige Schnipsel dankbar zu sein - und ich hoffe, dieses Mädchen wird auch in zwanzig Jahren noch so staunen können, wie diesen Frühling über Pusteblumen.

Sonntag, 17. Mai 2009

Dalarna für Frollein Anna

Frollein Anna hatte Geburtstag und dieses freudige Fest konnten wir letzte Woche noch mit ordentlich Kaffi begießen. Ich habe mal die IKEA-Backform für ein Dalarnapferd umgebastelt zu einer Schnittvorlage für ein Hottie aus Stoff.





Es ging ganz schnell und hat ausnahmsweise mal ordentliche Proportionen. Auf einer Seite Ribbons-Ribbons, auf der anderen Seite ein Yo-Yo, meine neue Lieblingsbeschäftigung.



Schon lange ausprobieren wollte ich, einen Stickrahmen mit Stoff zu bespannen, der sich dann als Wandschmuck schickt. Man könnte es als "Crafting Fast Food" bezeichnen. Es geht so schnell und sieht einfach schön aus.



Die erste Erdbeertorte des Jahres. Fast hätte ich sie alleine aufgegessen. Das lag zum Teil auch daran, dass die wenigsten den Dinkel-Vollkornboden mochten.



Unser ehemaliges Schlafzimmer verwandelt sich ganz langsam in ein Kinderzimmer. Die Wimpelkette habe ich hier noch gar nicht gezeigt, sie ist schon eine Weile fertig, lauter verschiedene Erdbeerstoffe. Mini Blondie bestaunt sie manchmal, wenn sie eigentlich schlafen soll, mit Ooohs und Aaaahs. Das Bild über ihrem Bett ist ein Druck von Emily Martin, vom wunderbaren Black Apple. Dem gezöpften Mädchen, dass da unter der Decke steckt, sagen wir immer Gute Nacht und Guten Morgen.



Am Wochenende haben wir Battis Mecklenburger Lieblingswiese besucht und ich bekam die ersten selbstgepflückten Gänseblümchen geschenkt. Whew! She really is a girl. Die Haus- und Hofhühner, Enten, Hasen und Katzen wurden bestaunt, gelockt und gejagt und ich bin fasziniert, wie furchtlos meine Kleine ist.




Batti hat sich erbarmt und schöne Fotos von meinem Käferschaf gemacht. Das ist jetzt im Etsy Shop und ich bin mal gespannt, ob es sich gut mit den anderen Tieren dort versteht.



Jetzt warten vier fertig gestickte Däumlingsgesichter auf Weiterverarbeitung und ich wünsche euch mit diesen Blumen (Foto auch von Batti) eine wunderbare Woche!
Was war euer Wochenendgroßglück?

Samstag, 16. Mai 2009

Prime Time



Laute Musik - alle Zimmer für mich - Frieden - noch einen Kaffee - in Gedanken stehen, balancieren, stehen - das nasse Gefieder ausschütteln und die Flügel recken - ein Horizont, den nur ich sehe - Zwei Minuten lang in Noresund - Freiheit bis zum Grund auslecken und keinen Krümel übrig lassen - and all these fabrics - den Alltag ausrollen lassen und ankommen - Mama Prime Time.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Määäh Mäh



Ja, so zeigt sie sich gerne, die neue Käferschaf-Dame. Schmollend in einer Ecke, weil die Blattläuse nicht nach Größe sortiert auf dem Teller lagen oder die Flügel nicht ordentlich gebügelt sind.



Da kennt sie nichts und guckt mich gar nicht erst an. Grummelt und grummelt und reckt ihr Näschen noch ein Stück höher in die dicke Luft.



Aber ich weiß, dass sie unter den kleinen Blüten am Hals sehr kitzelig ist und einem frischen Strauß Butterblumen niemals wiederstehen kann. Und spätestens am Nachmittag, wenn es Zeit ist für ihr tägliches Kaffeemilchbad, sind wir wieder ein Herz und eine Seele.



Dann sitzen wir in der Abendsonne auf der Bank vorm Haus und reden über das Leben, den Wind, die Leichtigkeit des Seins - ach ja, und über Bügeleisen auch, das muss sein, sonst habe ich es mir gleich wieder verscherzt.

So welcome please a new Beetle Sheep!
Ich habe die Form verändert, jetzt gibt es Käferflügel am Rücken und nur vier Beine. Die Ohren sind wesentlich kleiner, dafür braucht man eine Wand, um die großen Fühler anzulehnen. (Ich nehme es mit Humor.) Es hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn ich denke, dass sich so eigensinnige Gesichter nicht verkaufen werden.
Bei dem Namen schwanke ich noch, das Käferschaf selbst möchte unbedingt Achilles heißen, was nun wirklich dreist ist. Wenn ich gemein bin, nenne ich sie Mimose. Oder wir treffen uns in der Mitte, bei Trude Schmidt vielleicht?

So, hier kommt eine Frage für alle, die in oder außerhalb von Elmo leben: Wann ward ihr zuletzt hochnäsig oder habt ein Schaf gefüttert?

Dienstag, 12. Mai 2009

M wie ...

  • Montag
  • Missgeschicke
    - den Schlüssel verlieren
    - die Salzstreuerkappe über dem Mini Blondie Mittag auch
  • Mühe
  • Müdigkeit
  • Misthaufen
  • Maulsperre
  • Milch sauer
  • ...

Well, es gibt noch andere Tage, right?! Zum Beispiel einen wie heute, wo ich euch ein neues Käferschaf zeigen kann und neugierig bin, ob ihr es auch so hochnäsig findet und ihm mal ein paar Manieren beibringen könnt. Es gibt Tage, an denen man früh um Sieben mit Energie wachgeküsst wird und Lust hat, einen Käsekuchen zu backen. Oder sich nur einen Mantel über den Schlafanzug zieht und ans Meer braust.
Ohne Zusammenhang ein Bild von meinem jüngsten Schatz, 18 Meter Spitze, für einen Euro bei Ebay erstanden.

Sonntag, 10. Mai 2009

Muttertag

Wegen dir bin ich Mama, kleines Mädchen. Vielleicht noch immer mit dem Status Anfänger, aber ich weiß, du verzeihst mir das. Dieses Jahr weißt du noch nichts vom Muttertag, aber das nächste Mal hast du vielleicht schon Blumen gepflückt, einen Kuchen ausgesucht oder mir eine Karte gemalt.




Du weißt schon so unglaublich viel ... Ich könnte jeden Tag umfallen oder platzen vor Staunen.
Du weißt, wo die Rosinen sind, und dass du jeden Tag Appetit auf ein paar hast. Du weißt, dass du ohne deinen Hasen nicht einschlafen kannst, in welchem Buch der Lachbär ist und wie sich die Tiere unterhalten. Du weißt, dass man zum Uhuuuu machen die Lippen spitzen muss, dass Buntstifte auch auf Türen und Regalen gut malen und wie man Küsschen gibt. Du kannst dich verstecken, im Kreis drehen, kannst tanzen, laut rufen und flüstern.





Du liebst Schafe. Wenn du sie fütterst, traust du ihnen den gleichen unbesiegbaren Appetit zu, den du auch hast. Du hast keine Angst. Du magst Milchschaum - noch viel mehr, als ich heimlich gehofft habe. Wenn dein 'Babychino' alle ist, checkst du schnell, wieviel Milchschaum bei mir noch da ist. Du weißt schon, dass deine Mama Kaffee liebt, und wenn du in meiner Tasse umrühren darfst, bist du überglücklich. Du weißt nicht, wie sehr du mich verändert hast. Wegen dir mag ich plötzlich Hunde und bleibe bei jedem noch so miefenden Wauwau mit dir stehen. Wegen dir hoffe ich auf kürzere Regenzeiten, damit wir schnell wieder draußen spielen können. Wegen dir traue ich mich, alle Manuskripte, Ladenpläne, Norwegenzeiten oder Stoffwälzereien auf die lange Bank zu schieben, dahin, wo ich erst in Jahren wieder vorbei komme. Ich wünsche mir kein anderes Leben als mit dir.



Noch ein bisschen Milchschaum?

Freitag, 8. Mai 2009

Mehr Licht

Es regnet wieder - das macht mir Hoffnung. Für die beiden Erdbeerpflanzentöpfe auf dem Balkon. Jetzt muss intensiv Sonne kommen, dann kann Mini Blondie vielleicht noch vor unserer großen Reise ihre ersten Erdbeeren ernten. (Und auf dem Weg zum Mund in den Händchen zerquetschen.)
Bei allem Wetterjubel ist das Licht aber trotzdem sehr unfotogen und spiegelt so gar nicht mein Highlight der Woche wider:



Ein Päckchen GOODNESS aus New York/New Hampshire. Oh Ribbons Ribbons, I´m in love with Ribbons Ribbons. Meine Lady hat sich zudem geoutet und ihren neuen Crafting Blog verraten. Welcome Hjortron á la Ulrike!

Im April/Mai häufen sich die Anlässe, um etwas zu nähen - juchu. Diese Tasche ist nach dem Buttercup-Design gemacht und viel kleiner geworden, als ich gedacht hätte. Ich habe das Muster bei der zweiten Tasche versucht, etwas zu vergrößern. Das wäre dann eher das Model: Butter Mug. Bin gerade aufs "Leinen" gekommen und werde ein bisschen weiter damit herum spielen. Dieses Leinen (zweite Tasche) ist ganz einfaches von Ikea und riecht lustig, wenn es gebügelt wird. Der rote Stoff mit den Wolken trés francais ist einer meiner japanischen Schätze von A little goodness. Leider hat sie ihren Shop geschlossen, snif.









Neue Däumlinge sind zugeschnitten und warten auf Gesicht, Futter und Namen. Ich mag diese Burschen, sie sind so freundlich. Ich hoffe, sie bald in meinen Shop räumen zu können. Ein neues Käferschaf sitzt auch fast fertig hier herum, aber es ist sehr schlecht gelaunt, ich glaube kaum, dass es irgendjemand kaufen würde. Anyway, I give it a try.

Kaffiknopf bei DaWanda

Aktuelle Beiträge

Jössasna
Eine Gießkanne in Hundeform, ehrlich, das ist halt...
Josef Mühlbacher (Gast) - 29. Jul, 09:33
Das Foto erinnert mich...
Das Foto erinnert mich an unsere Tochter. Wir haben...
Gabriela (Gast) - 15. Sep, 13:44
Ach wie niedlich... So...
Ach wie niedlich... So klein war unsere auch einmal....
Hanna (Gast) - 16. Mai, 13:32
Ostsee
Tolles Bild von der kleinen Forscherin. Hach, die schöne...
Petra (Gast) - 25. Okt, 15:17
Linki Link!
Du müsstest den Link bitte flugs überprüfen, sonst...
FantaMensch - 15. Feb, 00:30

Kaffiknopf Bilder

www.flickr.com
Dies ist ein Flickr Modul mit öffentlichen Fotos und Videos von Ivalou. Ihr eigenes Modul können Sie hier erstellen.

.

Status

Online seit 7725 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 29. Jul, 09:33

Advent
Auf Reisen
Café MAL EBEN
Däumlinge
everything update
Give Away
got the blues
Grateful for
helfen
Herbst
Hochzeit
Hochzeit, Backen, Cookies
Im Shop
Jahreswende
Kinder Kinder
Küchenkram
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren