Mittwoch, 25. März 2009

Wir können doch die ganze Welt retten

Meine Überlegungen von neulich wandern über Berg und Tal. Von dem fetten Fragezeigen "Wo anfangen?" hin zu der Suche nach den ärmsten Ländern der Welt, weiter an der Erkenntnis entlang, dass Geld allein nicht hilft. Dann kommt der Rückweg ins "Helfen geht auch hier vor Ort", und der ist mühsam, denn selbst im eigenen Umkreis ist, wenn man länger hinschaut, schon so viel in Schieflage, dass ich verzagen könnte. Welche Maschen soll ich aufnehmen? Ganz schnell bin ich in dem Kreisverkehr angelangt "Muss ich denn jetzt die ganze Welt retten? - Am besten ja, aber das schaffe ich nie." Und dann tauchen erstmal wieder die eigenen Reklametafeln auf: Fahrradsitz kaufen, ein neuer Drucker wäre gut, in der Wohnung fehlen noch Möbel ... und Stoffe. Und schwups bin ich auf der Straße, die in eine ganz andere Richtung führt. Oh, hier wachsen ja Blumen am Rand ...
Es ist vielleicht kein falscher Ansatz, danach zu gehen, wie man so richtig effektiv helfen kann - aber dieser Ansatz deprimiert. Weil es immer nur in kleinen Schritten voran geht. Weil viele Hände mitmachen müssen, damit sich etwas verändert. Wenn ich alleine nur Fair Trade Lebensmittel esse, wenn nur ich nicht mehr bei H&M und all den Konzernen einkaufe, die den Menschen, die die Sachen nähen, weniger zahlen als mein täglicher Kaffee kostet, wird sich nichs ändern.
Es geht sicher nicht nur mir so, dass ich den sehen will, dem ich helfe, die Erleichterung im Gesicht und nicht länger mehr Hoffnung, sondern Glück.
Aber - warum soll für andere das Materielle Glück sein, wenn es das für mich doch auch nicht ist. Geld macht niemanden glücklich und auch nur heute satt. Und während ich nach einem Projekt suche, wo ich weiß: Das ist mein Platz zum Helfen, kann ich doch heute schon die ganze Welt retten.
Das glaubt ihr nicht? Es ist so viel einfacher, als ich dachte.
Paulo Coelho schreibt in seinem Buch Sei wie ein Fluss, der still die Nacht durchströmt viele kluge Gedanken über das Leben. Er zitiert Matthäus mit der Frage, die am Ende eines Lebens steht, und die wird nicht sein "Wie habe ich gelebt?", sondern: "Wie habe ich geliebt?"
Menschen, die geliebt werden, lieben "zurück". Es braucht vielleicht etwas länger, weil es für Manchen so ungewohnt ist ... aber die Liebe wächst und wurzelt fest.
Ich gehe mit dem Kinderwagen durch die Stadt und sehe jedem, an dem ich vorbei gehe, ins Gesicht, in die Augen. Das ist ungewohnt! Nach einer halben Stunde ist es sogar anstrengend - soviele Augenpaare, soviele Geschichten, die man darin findet. Vielleicht Zehn von Hundert schauen mich auch an. Die meisten gucken in dem Moment der Begegnung zur Seite, ganz bewusst. Sie sind es nicht gewohnt, dass jemand neugierig auf sie ist, oder sie sind in ihrem Alltagsstrudel aus Geschäftigkeit gefangen. Ein Lächeln kann ihren verhangenen Himmel aufhellen, Mut bringen.
In dem Moment, wo ich Einem in die Augen sehe, der mit seiner Zigarette die Stadtluft noch ein bisschen mehr verpestet, kann ich mich nicht mehr ärgern, weil seine Augen immer etwas erzählen. Kummer, Angst, Einsamkeit, Verrat. So selten sieht jemand glücklich aus, hier in der großen Stadt, wo doch für jeden genug Freunde da sein müssten.
So viele Menschen sehe ich dieses einzige Mal in meinem ganzen Leben. Ich habe nur zehn Sekunden zum Anschauen. Ein Lächeln braucht drei.

Montag, 23. März 2009

Mini Hausfrau

Man kann nicht genug Wäscheständer und Bügelbretter im Haus haben - vor allem, wo es vor den Türen wieder mehr nach Herbst als nach Frühling aussieht! Bei Ebay haben wir dieses süße, alte Holzspielzeug gefunden (übrigens bei der Suche nach einer besseren Wäscheberglösung für uns, davon sind wir erstmal wieder abgekommen). Da kann Mini Blondie jetzt die Scraps aufhängen und Battis Socken plätten. Sie hängt allerdings die Stoffe lieber ab als auf und knabbert am liebsten an den Holzklammern.







Dunkle Pralinen mit Vanillefüllung und kandierten Veilchen
Holter di Polter habe ich, mit Mucklas Verstärkung, letzte Woche Pralinen gemacht. Ich musste es einfach ausprobieren und es ging schief, wie erwartet. Die Schokolade ist dauernd fest geworden, weil es in der Küche viel zu kalt war. Aber - die Ergebnisse sahen (die meisten sind schon verschenkt oder gegessen) zwar lustig aus, haben aber wirklich köstlich geschmeckt. Der größte Spaß war die Vintage Schürze, die ich jetzt gerne in der Küche beim Werkeln trage. Muckla wurde auch mit einer versehen. Jetzt werde ich mal meinen Stash sichten und eine Schürze nähen. Es gibt natürlich die passende Community Tie one on von Schürzennäherinnen. Da gibt es auch regelmäßig Themen, nach denen alle eine Schürze machen. Check it out. Das englische Wort apron klingt ohne Frage wesentlich schicker als "Schürze".

Mittwoch, 18. März 2009

Navajo

Ich mag mich am liebsten, wenn ich mit dir zusammen bin.

Navajo Indianer


Dienstag, 17. März 2009

get ready

... and all the work done!



Naja, das ist und bleibt ein Wunschtraum. Für meine Wish to do Lists habe ich mehrere Notizbücher angelegt und des Nähens nicht genug kribbelt es doch wieder in den Fingerspitzen und ich plane Manuskriptzeit ein ... Ich muss aufpassen, bei all den Plänen im JETZT zu bleiben; meistens ist das nicht schwer, ich brauche nur meinen Mini Blondie beobachten. Gestern ist sie die ersten Schritte ohne Heranlocken losgelaufen. Juchuu! Es ist ja nichts Welt bewegendes, und wer keine Kinder hat, wird den Kopf schütteln, wie man nur soviel Traara daraus machen kann - aber es sieht so unglaublich süß aus, wie sie es plötzlich versteht und in wankenden Schritten in meine Arme eilt.





Diese drei Bibs waren schon way to long in Planung und kommen in Begleitung hasenartiger Softies - es ist ja bald Ostern. Zwei Kombis sind Geburtstagsgeschenke für zwei süße Jungs, die bestimmt nichts gegen Erdbeeren haben. Und meine Nou braucht nun aber auch endlich einen eigenen Softie und ein neues Lätzchen sowieso.
Die Maschen für die Mütze habe ich im Januar (!) angeschlagen, ich weiß auch nicht, warum ich so lange gebraucht habe, sie war super einfach zu stricken und passt genau richtig in die ersten Frühlingstage.

Oben auf dem Bügelbrett liegt zwar noch nicht mein erwarteter Stoff, aber andere schöne Post. Es ist so wunderbar, quer durch die Welt Craft Supplies zu bestellen. Links ist das Schnittmuster für ein Bonnet von Angry Chicken und daneben feiner Schurwollefilz in weiß, grau und altrosa, bestellt bei Dawanda. Er fühlt sich wunderbar an, duftet nach Olivenseife (hmpf), und wird für mein nächstes Shop Update gebraucht. Ich will ein paar kleinere Spielgefährten nähen, Mildred und Florie sind sehr groß geraten - aber es wird auch bald neue Fairy Pigs und Beetle Sheeps geben.
Ich verrate nur soviel über die neuen Toys: Thumbling and Sibling.



Nein, das sind keine Nähutensilien! Ready for chocolate? Das sind Rohschokolade, Fruchtpuder, kandierte Veilchen, Goldschokoperlen und eine Pralinentunkgabel. Meine Grundausrüstung! Eigentlich wollten Filou und ich am Wochenende den ersten Versuch starten, aber wir hatten keine Sahne im Haus. Jetzt warten wir auf das nächste 24-Stunden-Zeitfenster. Na gut, ganz so lange werden wir vielleicht nicht brauchen, aber Frau Julia hat uns beigebracht: Schokolade braucht Zeit und ist zickig.
Zwei Tage war ich in ihrer inspirierenden Wohnwerkstatt - alle hergestellten Pralinen und Schokoladen sind längst wieder geschmolzen (im Mund natürlich). Jetzt heißt es üben, üben, Ostern ist nahe. Wir haben nicht nur gelernt, wie man Schokolade und Ganache (Pralinenfüllung) herstellt, wir haben auch Schokoladendekore (aus den 50er Jahren, die Hasen weiter unten) gespritzt, Spritztüten gebaut, Mandelkrokant und gebrannte Mandeln gemacht und mit allerlei Hilfsmittel (Lorbeerblätter zum Beispiel) Schokolade geformt und verziert. Es war ein Fest - und anstrengend! Natürlich lief dazu die Musik von Chocolat und ja, Pantoufflè hat auch an die Fensterscheibe geklopft.








Appetit bekommen? Hehe. Ich merke schon, dass ich "handelsübliche" Schokolade kaum mehr essen kann, jedenfalls nicht unter diesem Namen, als Süßtafel genannt vielleicht noch, aber nur, weil alle selber geigelten Trüffel (so heißt das, funny, right?) ausgegangen sind.

Heute scheint richtig viel Sonne in die Stadt, da müssen sich die Ratten wieder besser verstecken, um nicht entdeckt zu werden. Es ist noch zu windig für den Balkon - give it a few days, und dann ist es soweit für das Frühlings-Give away.

Donnerstag, 12. März 2009

good bye Hagebuttenmus - hello tulips!

Wir sind zurück in der Stadt; zu Hause. In allen Zimmern Tulpensträuße und ein duftiger Kokos-Schoko-Mandarinenkuchen haben uns empfangen. Ich freue mich auf meine Lieblingstassen, auf unser breites Bett, auf meine Stoffe (und die, die bald in der Post sein müssten, oh oh!) und darauf, dass wir drei jetzt wieder komplett sind. Auch die Nähmaschine und ich haben uns schon von ferne beäugt. Eine Woche ohne Nähen war lang, aber noch umkreisen wir uns und warten auf den richtigen Moment. Aber ich vermisse das Land so, die Felder, die man aus allen Fenstern sieht, den Abendhimmel, das Wetter, was auf dem Dorf viel dichter kommt. Es war so schön, den Alltag mit mehreren zu teilen. Mini Blondie ist heute auch ganz unglücklich. Wir müssen uns beide erstmal wieder einleben. Das geht wohl kaum besser, als mit einem Sit in auf dem neuen Muckla-Sofa. Die gemalerte Küche werden wir auch bewundern, und vielleicht ist das Wetter sonnig genug, um im Garten zu spielen.



Nach Schloen fahren hat auch immer etwas von einem Flohmarktbesuch. Diesmal war ich ganz auf die alten Kinderbücher gespitzt, vor allem Im Blaubeerwald wollte ich finden. Omi hatte es sogar zwei Mal vorrätig, yeah. Aus Versehen habe ich das alte Märchenbuch mitgenommen. Wirklich nur aus Versehen. Aber Opi hat ja auch ein Buch von
mir behalten.
Wir haben die Stubenschränke umgeräumt und jetzt hat das alte Porzellan einen schönen Platz bekommen. Nun fehlt nur noch der Sommer mit vielen Festen - ich habe schon ein paar Rezepte im Sinn.
Hjortron und ich bestimmten immer gerne die Herkunft von altem Porzellan - das wäre hier bei diesen Stücken eine wahre Freude gewesen. Auf dem Flohmarkt in Berlin ist es schwierig, gutes, altes Porzellan zu bekommen, und wenn, dann kostet es ordentlich. Vielleicht sollte ich mal im Frühjahr in Mecklenburg herumschauen, ob es da kleine Flohmärkte gibt, wo man güstig Porzellan bekommt.





Der Kuchen hat dort auch nicht gefehlt - Mini Blondie und ich haben bei der guten Landluft großen Appetit gehabt, und das, obwohl ich krank war. Jetzt werden wir erstmal unseren Rhythmus wiederfinden. Am Wochenende ist Kinderabenteuerland, das bedeutet Showtime für uns. Und am Sonntag dann hoffentlich Sewtime für mich.

Sonntag, 8. März 2009

Zum Frühstück Sonne



Auch wenn der Weg noch neu für sie ist und sie sich manchmal verläuft und nicht bis zu uns findet - zum Frühstück steht sie jeden Morgen auf dem Tisch, die Sonne.
Als wir Dienstag auf dem Lande ankamen, war das Glas noch voll. Das meiste von diesem köstlichen Hagebuttenmus hat Mini Blondie gegessen. Es schmeckt so gut, nach Sommer und reifen Beeren, warmer Luft und vor allem: nach selber Marmelade kochen.



Im Haus liegen überall kleine Beißproben herum. Wenn Mini Blondie Äpfel sieht, schnappt sie sich einen und hinterlässt drei Bisse. Da kenne ich noch jemanden, der früher so sein Eigentum markiert hat. Auch Memorikarten, Zimmerpflanzen, Bilder, Mamas Bauch.

Nou liebt Bücher. Und sie wählt schon eindeutig aus, welche sie besonders mag. Im Wimmelbuch sucht sie die Hunde und manche Seiten studiert sie ganz lange, sogar auf dem Rücken liegend beim Wickeln. Gestern haben wir Kartons mit alten Büchern aus dem Keller geholt. Schaut mal:
Papas Kinderbücher





Er hatte nur diese Drei, wenn man die Seiten durchblättert, sieht man, dass sie den Brand 1979 überlebt haben und dass Rillen in die Ränder der Figuren (vom zigfachen Durchpausen) eingekerbt sind.
Ein paar von unseren alten Kinderbüchern konnte ich auch aufspüren - ich hatte sie schon ganz vergessen, und doch, in dem Moment, wo ich sie sah, war die Erinnerung sofort da.







Max und Maxi
Das haben wir drei wohl besonders (ab)geliebt - die Ecken sind schon total aufgelöst. Eigenartig, dass an manchen Büchern das Kinderherz so ganz besonders hängt. Wisst ihr noch, was das Allerallerliebchen von euren Büchern war? Macht ein Foto davon, wenn ihr es noch habt, und rahmt das an die Wand!
Ich habe auch Lesehefte von 1947 gefunden, (und meine Fibel aus Klasse 1c!!!), die hat man wohl in der Schule so ausgeteilt. Mensch, das die den Krieg überlebt haben - ich denke immer, im Krieg ist alles wie bei der Sintflut verschütt gegangen.



Der Ring - ist auch alt. Nicht wertvoll, wenn man das Gold wiegt. Und hat umso mehr Wert bekommen von der, die ihn ein Leben lang getragen hat. Filous Oma hatte ihn bis zuletzt an, auch wenn ihre Finger schon so dünn waren, der Ring hätte leicht mal herunterrutschen können. Die Prägung ist fast verblichen, F N 23.6.45.
Sie hat gern Pilze geküsst; die kleinen, festen Braunkappen, und sie nach dem Sammeln nach Größen sortiert. Sie wäre schwer enttäuscht gewesen, hätte sie gestern, am Frauentag, keinen Blumenstrauß bekommen. Sie hat ihren Garten über alles geliebt, die Rosen gehegt, den ganzen Hof geharkt, nie ein Schimpfen über die aufdringlichen Hühner verloren.
Sie hat nie die Gegend verlassen! Nie Sushi probiert! War nicht dem Rausch von Frankreichs Sonne erlegen und ist nie durch Skandinaviens Blaue Stunde spaziert. Sie hat nichts im Internet bestellt und nie über Skype nach Übersee telefoniert. Und so vieles noch ...
Bis zu welchem Alter ist man neugierig auf all diese Wandelungen, auf die weite Welt? Und das bitterste ist: In Deutschland ist das eine Frage der Generation, im größten Teil der weiten Welt haben die Menschen in allen Generationen noch nichtmal das einfache, schlichte Leben von Oma Grabow.
Und ich weiß, dass viele trotzdem das Glück in sich tragen, was die Reichen hier verzweifelt suchen. Aber das darf uns nicht tatenlos bleiben lassen. Wenigstens genug Wasser, Brot, eine warme Mahlzeit am Tag, frische Socken - das muss einfach möglich sein. Wo anfangen?

Samstag, 28. Februar 2009

Pläne - und wie alles anders kommt

Heute sollte ein sehr voller Tag werden - ein klein wenig hatte ich mich schon davor gefürchtet ... Wir haben unsere Band zusammengepflückt (nach langer Baby-Undüberhaupt-Pause) und wollten im Gottesdienst und nachmittags spielen. Erstmal wieder üben! Probe ging nur gestern Abend, nach meinem Schokoladenkurs. (Davon berichte ich bald.) Mir war schon ganz komisch, ich hatte die Wohnung verlassen, als Nou noch Mittagsruhe hielt und kam erst wieder, als sie schon im Bett war. Premiere!
Wir haben bis Zehn gegen den Lärm aus der Nachbarwohnung angeprobt, dann hat sich Mini Blondie auf einmal im Bettchen übergeben. Was für ein Schreck (auch Premiere). Sie war trotzdem noch ganz tapfer und hat nur "Weiaweiaweia" gesagt.
So wurde aus dem voll geplanten Tag plötzlich ein ganz leerer, friedlicher. Wir alle drei im großen Bett, schlafen oder beobachten Nou, wie sie ein bisschen schnarcht und nach ihrem Hasen greift. Es fühlt sich auf einmal wieder an wie in den ersten Wochen: Da schläft ein Bündel in unserem Bett und wir können uns nicht losreißen und staunen.
Aber es ist einfach nur heartbreaking, wie sie da so jämmerlich liegt und nur schläft, sich gar nicht rührt. Mir ist auch gleich ans anders (entweder zuviel Empathie oder ich habe mir was eingefangen) und dem Batti ist "mit-schlecht", er konnte gar nichts essen.
Für Morgen war eine Woche Schloen-Reise geplant, oh weh, was wird nur daraus? Wir haben mit der Omi schon so viele Pläne geschmiedet. (Und Zahnarzttermine.)



Ich halte aber mein Versprechen ein und zeige euch Fairy Pig Florie, es steht schon in meinem Shop.
Ich habe nochmal den Stoff verwendet, den ich auch beim Erststück hatte, aber diesmal sind die Ohren aus einem anderen Stoff und an der Unterseite aus Frottè, und es hat eine Schwanzflosse.
Ich habe übrigens bei der Handnäharbeit auf Youtube Viedeos vom Kleinen Maulwurf angeschaut, angeregt durch Klein-Clara. Und ich finde ihn süßer denn je, er sieht aus und uffzt nämlich ganz genauso wie mein Mini Blondie. Vor allem der runde Windelpopo, wenn er aus seinem Erdhaufen herauskrabbelt. Ihr stimmt mir sicher zu. (Grins)





Und das ist Flories Selbsteinschätzung (immerhin ist sie ehrlich): Ahoi, I´m Florie, a brand new fairy pig. I love black truffles, square dance and gossip rags. With my tail fin, I think I can even search for truffles in the ocean. My left ear is a little bit deaf but if you come close and whisper right into the ear, I will listen just fine. I love fairy tales about dwarfs and elves and sometimes, if nobody is watching, I´m getting a five finger discount of starbucks goodies.

Mildred ist endlich komplett mit beiden Cupcakes und wartet auf einer Tortenplatte auf ihre neue Heimat.



Ich hoffe, ihr seid alle wohlauf und macht etwas besonderes an diesem letzten Februartag! Wir haben ihn endlich besiegt. (Morgen, habe ich im Kalender gesehen, ist der "Tag der Kranken". Grmpf)

Donnerstag, 26. Februar 2009

Two Give aways, one question and nine flowers

Mehrere Bahnen Sonnenschein wurden gestern und heute über dem Stadthimmel aufgespannt. Bis die ersten Baumknospen platzen, habe ich mir den Frühling in die Doppelfenster geholt. Jetzt nur das Gießen nicht vergessen!



Ich habe mich heute in diesem Blog zurück an den Anfang geklickt, weil jetzt irgendwann mein "Bloggeburtstag" sein muss. Vier Jahre gibt es Ivalous geräumiges Jahr - das ist für mich doch schon viel zu lange mit demselben Namen, da habe ich gar keine Bedenken mehr über die Kaffiknopf-Renovierung. Am 19. April ist es soweit und zur Feier des Tages gibt es Cupcakes und ein Kaffiknopf-Giveaway.
Und weil es vorher Frühling wird und das letzte Giveaway soviel Spaß gemacht hat, kommt gleich noch ein Frühlingserwachen-Giveaway dazu. Jippiie, ich hoffe, ihr spielt wieder alle mit. Datum: der erste Tag, an dem ich (wer noch?) auf dem Balkon einen Kaffi trinken kann, und die Sonne kitzelt mich an der Nasenspitze (falls sie es noch über das Dach des neu gebauten Hauses schafft.)

Jetzt habe ich noch eine Frage: Habt ihr eine Lieblings-Blog-Zeit am Tag? Lest und schreibt ihr immer zur gleichen Zeit oder jeden Tag anders?
Bei Kaffiknopf ist es oft, wenn der Mini Blondie Mittagsschlaf hält, oder so wie jetzt, kurz vor Mitternacht. Leider geht auch immer mehr Zeit für das Lesen der vielen tollen Blogs drauf. Letzte Woche habe ich den wunderschönen Inchmark gefunden und heute einen den ganz reizenden Blog von Stephanie Congdon Barnes.
Lest euch nicht fest, geht lieber eine Stunde eher schlafen. (Ich gestehe, ich nehme es mir jeden Morgen neu vor, wenn ich erstmal herausfinden muss, warum es schon hell geworden ist und ob wir Ameisen haben oder was da im Nebenzimmer vor sich hin plappert.)
Das waren viele Klammersätze heute. Morgen zeige ich euch das fertig genähte Fairy Pig. (Englischer Name für meine Saufee.)



Lieblingswort seit Sonntag: Batti (Lassen wir offiziell als 1. Wort gelten. Bitte, bitte, es soll "Kaffi" bedeuten!?!?!)

Dienstag, 24. Februar 2009

lost and found

Kennt ihr diesen ganz bestimmten Ärger über eine Sache, die man ganz und gar unnötig verloren, verlegt oder vergessen hat? Wie der dann immer größer wird, den Platz vom Magen einnimmt, dass irgendwann nur noch wenig Essen hineinpasst und kaum noch Platz zum Luft holen bleibt? So ging es uns seit November! Die kleine Canon war verschwunden, zuletzt gesehen in Schloen. Die "richtigen" Fotos machen wir ja eh mit der Nikon D40, aber diese kleine Kamera macht wunderbare Mini-Blondie-Videos, die ich mir oft ansehe und ein wenig in der Vergangenheit schwelge.
Letzte Woche habe ich für eben jenen Blondie einen kleinen Marienkäfer gekauft, der sich im Kreis dreht und Purzelbaum macht. Mini Blondie hatte erst ein bisschen Angst davor und ist auf meinen Arm gesprungen, aber dann mochte sie ihn doch sehr gerne. Ihr ratet richtig, der Käfer ist auch weg! Ich habe das ganze Zimmer abgesucht, er hätte höchstens unterm Sofa sein können; so weit kommt ein kleiner Käfer schließlich nicht. Wer weiß, wo ihn mein Mädchen hingeschleppt hat. Aber, im gerade aufgehellten Frühlingslicht, was sehe ich statt dessen unterm Sofa? Die kleine Kamera! Und ihr glaubt nicht, wie oft ich seit November auch unterm Sofa danach gesucht habe! Und erst heute entdecke ich sie, neben einem Paar Socken, einer Ente und einem Känguruh. Juhuuuu! Es waren gar nicht viele Bilder drauf, und Mini Blondie hat da gerade mal vier Kuchenzähne. Ein Bild wollte ich aber die ganze Zeit zeigen: Mein darling package zum Geburtstag, well, am Inhalt seht ihr, von wem es ist. Habe ich den Stoff nicht schön fleißig schon vernäht!?
Nur das Sticken ist zur Zeit mein Stiefkind - da setze ich auf Spielplatzzeiten, wo mein Mitmischen nicht so sehr begehrt ist und ich schön am Rand sitzen kann, Strickzeug auf dem Schoß.



Leute - auf in die letzte Februarwoche, wir haben es fast geschafft!

Freitag, 20. Februar 2009

Das Wort zum Wochenende

Hallo, hier spricht Kaffiknopf. Ist denn noch niemand verwirrt, über das Ivalou-Kaffiknopf-Kaffeemäulchen-Mischmasch? Ich schon. Ob es so etwas wie virtuelle Schizophrenie gibt? Zu dumm, wenn man einmal angelegte Benutzernamen nicht ändern kann. Solche vertrackten Sachverhalte sind zum Wochenende schonmal nicht zu empfehlen.
Ich bin in den letzten Tagen gar nicht dazu gekommen, meine Kaffitassen zu fotografieren, dabei wurde die Schneedecke auf dem Balkontisch noch viel höher. Dafür kommt hier ein kleiner Schnüffelblick in das supersüße Päckchen, was ich gestern Abend noch aus dem Briefkasten gefischt habe. Ich hatte schon so ein Gefühl, als ich am Morgen meine schon ein paar Jährchen alten Socken von hjortron anzog ... und richtig!



Ein langer Brief, wunderschöne Kniestrümpfe für mich und soooo süße Sachen für Mini Blondie waren drin. Ich bin (ohne Schuhe) durch die Wohnung gesprungen und hab mich riesig gefreut. Ganz besonders cool finde ich das Shirt mit den gelben Vögeln.
Minie Blondie versucht auch manchmal, sich etwas anzuziehen. Anziehen im Sinne von: Socken, am liebsten Kniestrümpfe, um den Hals hängen, andere Kleidungsstücke klemmt sie unter ihr Kinn. Beim Wickeln versucht sie, ihre Schuhchen an die Füße zu stecken. Einen Schlüpfer hat sie auch schon mal aufgesetzt - ooops.



Ich habe noch eine Bluse genäht, gleich der Birnen-Apfelbluse hinterher. Der Stoff hat leider nur für zwei Ärmel gereicht, aber ich habe eine "Vintage"bluse von hjortron gefunden, die gut dazu passt. Der Stoff hat sich zwar total verbiestert genäht, aber
dafür habe ich herausgefunden, dass der Zickzackstich bei Stichlänge >1 total schön aussieht. In die Ärmel habe ich hier nicht das dünne Gummiband eingezogen, sondern ein ganz breites, wovon sich der Stoff schön frackt (so oder so ähnlich heißt das).




Der Cupcake für Mildred ist fertig - eine kleine Tasche zum Herumtragen auch, aber die Tasche ist viel zu groß geworden, da muss ich noch zwei Cupcakes nachlegen. Es näht sich fantastisch mit Filz, jedenfalls mal zur Abwechslung. Aber ist es wohl verwerflich, keinen "echten" Filz zu haben?


Donnerstag, 19. Februar 2009

blow the wind

Polarluft läutert Berlin, es schneit den ganzen Tag ohne eine Unterbrechung. Wir haben uns wieder versöhnt, der Schnee und ich. Es muss still draußen sein, heute Abend, in seltsamer Weise kehrt Weihnachten noch einmal zurück. Mein Eskimo Friend singt etwas Wunderschönes. Schade dass sich Lisa Hannigan von Damien Rice getrennt hat, also musikalisch. Ich habe mir einige ihrer Lieder vom Soloalbum Sea Sew angehört und bin enttäuscht. Ihre Stimme leuchtet alleine nicht - Rice und sie haben sich gegenseitig veredelt und zum klingen gebracht. Was die beiden auf der Bühne gemacht haben, und dann noch das Cello dazu, war etwas ganz seltenes. Und mich wurmt die Neugier ohne Ende; wie kam es zu dem Zerwürfniss der beiden?
Keine Sorge, das wird hier keine musikalische Biegung nehmen, es geht schön crafty weiter. Morgen. (grins)

Dienstag, 17. Februar 2009

Meet Mildred

Schnee - schon wieder. Dabei hatte der Frühling mir feste Versprechungen gemacht; alles Lüge. Februar mit seinem SCHEISS ZARTBLICK.
Aber der Himmel war heute trotzdem sehr blau, reichlich Sonne und dieser Gesell am Wegrand hat uns gegrüßt.



Die Kaffeetassen werden von Tag zu Tag größer, mir fällt aber auch kein Alternativgetränk ein. In der Fotomottoidee steckt ein Denkfehler: abends bei Glühlicht lassen sich die Tassen vom Tag schlecht fotografieren. Ich muss sie also noch bis zum nächsten Morgen ungewaschen stehen lassen. Na das ist mir ein Leichtes! Meine Haushaltsmoral ist gerade weniger Null.



Ja, und nun habe ich euch extra noch auf die Folter gespannt: Mein Käferschaf ist fertig. Ich würde gerne noch einen kleinen Umhang aus Fell machen und irgendein Add-on, eine Umhängetasche mit einem Cupcake drin oder so etwas. Sie sitzt noch etwas allein auf dem Sofa, ist aber zu allen Schandtaten bereit.



Mildred, Käferschaf, 2009



Der Kopf ist nicht so wie ich wollte, muss ich nochmal anders anzeichnen. Die Proportion gefällt mir nicht ganz. Die Farbe in den Augen vom Trickmarker ist noch etwas zu sehen, ich hoffe, ich habe da nicht drauf gebügelt.
Das nur für heute Abend als schnelle erste Begegnung, morgen werde ich sie dann in den Etsyshop stellen.

Donnerstag, 12. Februar 2009

sew on patches

Hello there, february fellows. Kranksein ist oll! Als mommy darf man nicht krank werden, das funktioniert wirklich nicht. Mini Blondie ist ganz durcheinander und will, dass ich nicht im Bett liege. Außerdem darf ich keinen Kaffee trinken und komme nicht aus dem Haus (um zum Beispiel Kuchen zu kaufen, mit Nou das neue Kindercafé Freund Blase auszuprobieren oder meinen, am Sonntag so beflissen gemachten, Wochenplan auszuführen).
Aber! Auch wenn das Käferschaf noch in Einzelteilen auf dem Tisch liegt, habe ich ein neues Bügeleisen gekauft! (Ja, das bin wirklich ich, die das schreibt.) Jetzt wird das Nähen erst wirkliches Nähen sein, hehe. Das Eisen ist mehr wert als meine Nähmaschine! Hier mal zum Vergleich:



Der alte Brocken



Das neue treue Stück



Die Käferschafteile - na, eine Vorstellung?

Auch wenn der Shop noch leer ist, das Banner ist trotz grausigem Februarlicht schon fertig - dank Filou! Leider kann ich es bei Etsy nicht größer machen und die rechnen die Qualität auch noch etwas runter - aber hej, es ist tatsächlich so geworden, wie ich mir vorgestellt hatte. (Na, wer erkennt da etwas wieder?)

Cushions!
Ich habe noch Fotos von den Weihnachtskissen, die an die Schwestern ausgeliefert wurden. Nicht zu glauben, dass ich beim Abmessen jedes Mal den Umschlag vom Frontsaum vergesse! Die beiden kleinen passen zum Mucklageburtstagsquilt.




Die großen Kissen sind hoffentlich schön kuschelig, wenn auch recht durcheinander gepatcht. Ich bin noch unschlüssig, wie die Frontseite am Besten aussieht. Der weiße Spitzenstoff war mal eine Bluse. Der Blumenstoff ist von Aunt Grace, ich habe ihn Weihnachten 2007 schon bestellt und mochte ihn erst gar nicht. Inzwischen habe ich ganz viel daraus gemacht. Näht sich super und lässt sich toll kombinieren.





Und das war knitting needle map für die Kleene - jetzt hat sie erstmal gemerkt, dass sie kaum Stricknadeln hat, und alle in der gleichen Größe! Wird also Zeit für einen Loops-Besuch. Ich hänge mit dem Stricken auch hinterher. Der Elefant bekommt einfach keine Ohren und der daisy hat macht nicht so richtig Spaß, weil die Wolle fasert. Mir fehlt ein gutes Projekt, was ich so nebenher stricken kann, ohne immer auf die Anleitung zu gucken. Any suggestions? (Schließlich werden demnächst mindestens sechs kleine Süßchen geboren, die brauchen doch alle Booties.)

Hier die Blogentdeckung des Tages: neu4bauer Endlich mal ein englisch-deutscher Blog, obwohl es sicher viel Mühe ist, zweisprachig zu schreiben. (Ich habe das ja auch schon mal überlegt - hjortron, wehe du lachst jetzt auch nur im Ansatz!) In Skandinavien machen das auch viele.

Ich habe eine Idee für ein Fotomotto in der nächsten Woche: Einfach mal die gebrauchten Kaffeetassen (oder Tee) des Tages sammeln und am Ende fotografieren. Wer macht mit?



So, und beim nächsten Post bringe ich das Käferschaf mit, jawohl.

Donnerstag, 5. Februar 2009

my little eskimo

Februar und schon vor Neun Sonne! Und in gut drei Wochen kommt der Frühling zu Besuch, habe ich heute erfahren. Er plant einen längeren Aufenthalt.
Ich nähe fleißig am Käferschaf. Zu wissen, dass ich es für Etsy mache, hemmt ein bisschen. Ich mache gerade das Gesicht - das ist die größte Herausforderung.
Bis es fertig ist, ein paar Fotos. Ich bin ein Finkid-Fan geworden. Schade, dass sie keine Sachen für Erwachsene machen. Aber mein kleines Eskimo fühlt sich darin jeder Küchenschublade gewachsen.



Sie steht am liebsten an der Topfschublade, rührt mit einer Holzkelle um und sortiert Eierwärmerhasen hin und her.



Ja was ist denn das - eine Steckrübe. Meine Erste! (grins) Ich habe noch nie eine gekocht, sie liegt auch schon fünf Tage hier. Heute Abend wird sie zu Steckrübengemüse mit gebratenem Chilli-Honig-Lachs und Risotto verarbeitet.



Wenn sie dann noch da ist ... Mini Blondie hat in letzter Zeit einen Bärenhunger!

Kaffiknopf bei DaWanda

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Linki Link!
Du müsstest den Link bitte flugs überprüfen, sonst...
FantaMensch - 15. Feb, 00:30

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Dies ist ein Flickr Modul mit öffentlichen Fotos und Videos von Ivalou. Ihr eigenes Modul können Sie hier erstellen.

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