Samstag, 1. März 2008

alles neu macht der ... märz!

So!
Das wurde aber auch höchste Zeit.

Und hier noch ein paar kleine Nähversuche aus dem letzten Jahr. Das goldene Ziel, alle Weihnachtsgeschenke selbst zu machen und kein Geld auszugeben, hat trotzdem nicht geklappt ... und die meisten Sachen habe ich in den Feiertagen über die Maschine gerattert ... aber es hat so viel Spaß gemacht, dass mein Arbeitszimmer eher eine Werkstatt geworden ist. Das letzte Geschenk konnte ich nicht mehr fertig machen. Ein Vier-Kilo-Sonnenschein kam etwas eher als erwartet. :)

muffin-1
because ...

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cupcake bag for mommy

Dezember-07-047
for a little newborn

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coffee cozy (made four)

set-1
all together

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frollein anna and the little one

Mittwoch, 30. Januar 2008

a month

and you
with your new born eyes ...

Sonntag, 23. Dezember 2007

Gebrauchsanweisung zum Advent

ansammlung-2006-081

Lass dir nicht klamm ums Herz werden weil schon Dezember ist, dieses Jahr packt seine Koffer und nimmt dich nicht mit. Es hat seinen Zweck dass du auf dieser Erde weilst.
Schneide jeden Morgen eine Schneeflocke aus Papier.
Bring dem Hausmeister, wenn er Schnee fegt, einen Kaffee.
Heb jeden Tag eine Seite aus der Zeitung auf und sieh, die Fülle dieses Monats!
Lies ein Gedicht so lange, bis du es nicht mehr vergisst.
Nimm Walnusshälften und füll sie mit Vogelfutter, reih sie auf allen Fensterbrettern auf, du wirst in den nächsten Tagen viel Besuch bekommen.
Warte auf den Briefträger und frag ihn, wie es ihm heute geht.
Geh um die Mittagszeit auf die Straße, grüße die Sonne, spaziere Richtung Norden, bis der Winter dich an der Nasenspitze zwickt.
Wirf Teelichter in die Briefkästen deiner Straße, lern zu verschwenden, spür, wie dein Herz wächst.
Versteck in einem Zaunspalt deinen Wunschzettel und halt in der Manteltasche Käse für streunende Katzen bereit.
Such in Kindergesichtern nach dem Funkeln und Leuchten, dort findest du die Weihnacht, die du suchst.
Leg den Bettlern Schokoladengoldtaler in ihre krummen Gefäße.
Wenn du an einer Kirche vorbei gehst, kehr ein und geh den Kirchturm hinauf – wie weit ist es bis zum Horizont?
Übersieh nicht den Engel, der am Ausgang steht, dir warm in den Nacken pustet und dich segnet.
Gib kein Geld aus für Geschenke, back für alle dicke Kekse, schreib warme Briefe, stell Laternen ins Treppenhaus.
Schick Weihnachtsgrüße an deine Deutschlehrerin.
Sag deinen Eltern, warum du sie liebst.
Was du tun möchtest, das tu in diesem Moment, schieb nichts mehr auf.
Erspüre die Weite der Zeit, wie sie sich dehnen lässt, je eher es dunkel wird.
Nimm Abschied von dem, was du in diesem Jahr nicht mehr erreichen kannst.
Feiere ein Fest, kauf zwölf Äpfel und brate sie im Ofen.
Spar den Wein nicht auf für das nächste Jahr, schenk allen voll ein.
Lass in der Nacht ein Licht im Fenster brennen und verlieb dich neu.

Samstag, 22. Dezember 2007

Winteranfang!

Es gibt eine Stelle im Walde, wo der Abend, der sein Gold, ängstlich wie ein Geizhals, hinter den nächsten Berg trägt, zögernd verweilt, als könnte er sich kaum trennen von der schönen Erde. Dort stehen langstielige weiße Blüten, und die wiegen dann ihre Pracht im veratmenden Winde, wie Kinder, die dem scheidenden Vater ihre Tücher nachschwenken. So - sommers. Allein auch mitten im Winter, da der frühmüde Abend die roten Sohlen durch den schimmernden Schnee schleift, rastet er dort und küsst mit letzter Glut die alte, auf verwitterter Steinsäule wohnende Wegmadonna, die ihm in einsamer Wehmut nachlächelt.
aus: Rainer Maria Rilke: "Das Christkind"

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Grmpf

Mein Engel mit den Schlittschuhen ist irgendwie mehr ein Huhn geworden und hat außerdem eine Schnittverletzung am Hinterkopf. Try again ...

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Donnerstag, 22. November 2007

birthdaygirls

November, der allerschönste Monat überhaupt zum Geburtstag haben. Zu diesem Anlass hat Filou keine Mühe, kein Küchengerät und kein KROKANT gescheut, um mir einen Frankfurter Kranz selbst zu backen. Whew!

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Ich widme das Foto und einen solchen, sobald sie Appetit darauf hat - wahlweise lässt er sich auch gegen eine Platte Sushi eintauschen - meiner Lieblingsmoltebeere, die heute ihren Geburtstag ganz still und heimlich feiert. Aber die Geschenke muss sie sich trotzdem holen, und wenn sie zu lange wartet, verwandeln sie sich in Riesenhandschuhe! Ätsch.

Stoff

In den letzten Wochen musste der Computer vom großen Schreibtisch weichen, stattdessen sind Stoffe und Nähmaschine, Fäden und Bügeleisen ausgebreitet.

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Haselhorst das Käferschaf

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Mein erstes coffee cozy - passt gerade so über die Kaffeepresse

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Ein Muffinbeutelchen

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Noch mehr Muffins - das wird eine Wimpelkette

Freitag, 9. November 2007

...

Sturmflut!
Hee Wind ich komme ...

Montag, 15. Oktober 2007

An M.

Der du meine Wege mit mir gehst,
Jede Laune meiner Wimper spürst,
Meine Schlechtigkeiten duldest und verstehst -
Weißt du wohl, wie heiß du oft mich rührst?

Wenn ich tot bin darfst du gar nicht trauern.
Meine Liebe wird mich überdauern
Und in fremden Kleidern dir begegnen
Und dich segnen.

Lebe, lache gut!
Mache deine Sache gut!

JOACHIM RINGELNATZ

Sonntag, 14. Oktober 2007

Alone

Everybody is nice
Or wonderful. –
Daß ich das auch deutsch sagen könnte, weiß
Ich, und behaupte 2 mal 10 ist Null.

Doch was ist jedermann? Und was sind die,
About wir schelten?
Vielleicht sind alle sie
An einer Stelle einzig oder selten.

Freundin, raff deine Röcke übers Knie
Und gehe leise, ohne Melodie
Und nur bei Dunkelheit
Mit mir durch alle Welten.

JOACHIM RINGELNATZ

Montag, 17. September 2007

...

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Freitag, 14. September 2007

Wieder aus Gilead

Nun, deine Mutter spricht nicht über sich, nie, und gesteht nicht ein, jemals in ihrem Leben Kummer erfahren zu haben. Darin zeigt sich ihr Mut, ihr Stolz, was du, wie ich weiß, respektieren wirst. Vergiss aber gleichzeitig nicht, dass eine große, große Güte vonnöten ist, eine große Freundlichkeit. Denn diese Art von Mut hat nur der, der ihn benötigt hat. Aber das erkennst du vielleicht nicht, wenn du jung bist. Ich habe mir oft Sorgen gemacht über die Art und Weise, wie die Menschen in der Kirche sie behandeln. Sie ist distanziert, aber sie kann nicht anders. Also sind sie ebenfalls distanziert. Andererseits habe ich mir oft gedacht, dass sie und ich gut zusammenpassen, ganz gleich, welchen Eindruck wir nach außen vermitteln, denn ich habe genügend vom Leben gesehen, um sie zu verstehen. Sie sind nicht unfreundlich und werden ihr jede Hilfe zukommen lassen, die sie akzeptieren wird. Aber die meisten sehen, so wie ich, nicht ihre Jugend. Wahrscheinlich wirkt sie auf sie sogar ein wenig hart.

Marilynne Robinson: Gilead

Donnerstag, 13. September 2007

Ach, damals

Das Haus ist früh wach, so wie ich auch, Wecker auf Sieben. Geschirr klappert in einer Küche, Schuhe im Treppenhaus.
Herbstkühler Morgen. Um Neun schon beim Bäcker gewesen, ein Vollkornbrot, ein kleiner Mohnzopf, zwei Berliner, ein Mehrkornbaguette (Körner außen oder innen?) kommen mit uns nach Hause. Filou den Lieblingsbäcker gezeigt, alles noch genau wie vor der Wende. Sehr weit verschollene Erinnerungen werden wach. Die Regale und Ablagen sind noch so, die Plastikkörbchen, die Milchhörnchen, die Waage, der flache Kuchen, die Preise (!). Man bringt seinen Beutel mit und lässt da die Brötchen einfüllen. Jemand bestellt zwei Knüppel - das habe ich schon hundert Jahre nicht mehr gehört und mir wird warm.
Was waren wir klein und sorglos, damals.

Montag, 27. August 2007

Alte Zettelgeschichten sortieren ...

Ein Frosch tat einmal kund, er werde morgen um eine bestimmte Zeit hier von einem bestimmten Ort wegfliegen. Alle kamen, um über sein unausweichliches Scheitern zu lachen.
Exakt zur genannten Zeit kam der Frosch an den genannten Ort, legte seinen Schal ab und flog davon.

JANOSCH

...

VIVE L´AUTOMNE!

Whatever your light

Whatever your light war das Glühen der Platte
zerschmolz der Griff der Espressokanne -

ätzender Qualm, als das Plastik verbrannte
(und anderes mehr). War ein Klang nach Asche,

ätherisch fein, in der Schaumstoffmatraze,
auf der ich lag und horchte. Am Morgen,

als Licht fiel, begann ich zu schlafen,
bis tief im Traum die Sicherung krachte:

Blitzschlag und lautstarkes Adergebrutzel
unterm Putz. (Kein Strom mehr.) Wir krochen

in uns. Warum noch hadern?
Whatever your light war am Überkochen.

Henning Ahrens

Donnerstag, 23. August 2007

no soup for you

Kamera kaputt.
Hier sollten jetzt eigentlich die Fotos von der unglaublichen Post sein, die gestern den bad morning sich in Luft auflösen ließ, penk-penk, und Fotos von den Milchpackungen aus Norwegen und auch noch Bilder von den letzten Nähversuchen. Man muss das ja festhalten, falls es eines Tages (ich hoffe doch sehr) auch mal ordentliche Erzeugnisse herauskommen. Nun ja, Filou bekommt mich wohl doch von der neuen Nikon überzeugt.
In der Küche sind die beiden Stadtbesichtiger und kochen Karotten-Tortelloni-Suppe. Es duftet, es duftet.
Ich will heute noch die Schafe waschen, die haben Dreck von ganzen Jahren aufm Pelz.

Es stimmt, das Phänomen, ich habe es schon immer gewusst: Wenn man lange genug viel Post verschickt, kommt auch viel Post zurück. Heute sogar zwei von Hand adressierte, bunte Briefe im Kasten gehabt, hurra!

PS: Ihr lieben norwegischen Bloggerinnen, die ihr sicher hier kein Deutsch lesen werdet, gibt es noch mehr Bücher von Per Petterson in Norwegen verlegt? Ich brauche dringend Nachschub.

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