Jeder hat eine begrenzte Anzahl Kämpfe in sich. Es sagt einem nur keiner, wieviele. Moi cushle.
kaffeemäulchen - 19. Feb, 17:52
Schau mal nach oben, der Himmel hat das Blau von gerade geborenen Katzenaugen.
kaffeemäulchen - 14. Feb, 17:42
Das Licht im Treppenhaus brannte die ganze Nacht, so sah ich den Schatten des Engels, der auf dem Fensterbrett stand und wachte. Nein, er berührte mit seinen Füßen das Fensterbrett nicht, er schwebte, das konnte ich deutlich sehen. Nur sein Gesicht, das wollte er mir nicht zeigen.
kaffeemäulchen - 14. Feb, 16:24
- im winterlichen Morgenlicht, im Neuschneelicht - ihr liebes Gesicht zuwandte und ich mir dachte: Sie ist weder alt noch jung. Ich war irgendwie erstaunt über sie und konnte es kaum über mich bringen, ihre Brauen zu benetzen, denn sie sah ein gutes Stück schöner aus als schön. Woran Traurigkeit einen großen Anteil hatte, so war das.
(wieder Gilead)
kaffeemäulchen - 14. Feb, 12:11
Der Mond leuchtete sehr hell. Seltsam, dass man sich nie so recht an die Welt bei Nacht gewöhnen kann. Ich habe Mondlicht erlebt, so hell, dass es richtige Schatten warf. Und der Wind ist immer derselbe Wind, ob bei Tag oder Nacht, immer raschelt er im selben Laub. Als kleiner Junge stand ich stes vor der Morgendämmerung auf und holte Wasser und Feuerholz. Das Leben damals war ganz anders. Ich erinnere mich, ich ging hinaus in die Dunkelheit, und sie kam mir wie ein großes, kühles Meer vor, in dem die Häuser und Schuppen und die Bäume trieben, die sich soeben von ihrer Vertäuung gelöst und abgestoßen hatten. Ich fühlte mich wie ein Eindringling, das ist noch immer so, als hätte die Dunkelheit auf alles Anspruch - einen Anspruch, den ich verletzte, wenn ich vor die Tür trat. Die ins Mondlicht getauchte Welt erschien mir heute Morgen als eine Bekanntschaft, die sich seit urdenklichen Zeiten kenne und mit der ich schon immer hatte Freundschaft schließen wollen. Wenn es dazu jemals eine Gelegenheit gegeben haben sollte, dann habe ich sie verpasst. Seltsam zu sagen, aber dieses Gefühl habe ich auch mir selbst gegenüber.
aus Gilead(Marilynne Robinson)
kaffeemäulchen - 13. Feb, 10:46
kaffeemäulchen - 12. Feb, 15:35
manchmal hast du nach gewitter eine schwalbe gefunden und sie heim getragen, dem geknickten schnabel wasser eingeflöst, dich nicht getraut, die schlappen flügel zu streicheln. abends im bett hast du die fliegenjagd geplant und wie du den ameisen auflauern wirst. und gehofft. jedes mal gehofft, dass sie nur eine weile tot sei, wieder ins leben zurück kehre.
aber was tot ist, ist immer ganz tot, und jetzt hast du gedacht, du machst etwas wieder lebendig, schlägst beherzt mit den flügeln -
dabei ist es gestorben, mit der einen gewissheit, für immer. lass es los.
kaffeemäulchen - 8. Feb, 14:46
Die wunderbare Fee der Jazzbühne Sandie Wollasch ist in Berlin. Whew. 7.3. im
Quasimodo
Diesmal werden wir es nicht verpassen, do we?
kaffeemäulchen - 8. Feb, 13:08
Arne: Noch Fragen?
Thore: Wie alt werden Vögel?
kaffeemäulchen - 7. Feb, 15:31
-- so breathe on, little sister, breathe on
like a fool
*
kaffeemäulchen - 6. Feb, 14:25
Der Mond ist aufgegangen
Hat mich nicht eingefangen
Er hatte keine Hast -
Hat seinen Lieblingsplatz bekommen
Für dieses Mal dem Kampf entronnen
Und keiner der noch wacht -
Ich blicke gern ins Leere
Tanz auf den Stufen, höre
Beschatte deine Traurigkeit
Die zu mir spricht in Tönen
Du ahnst nichts - ach ich gewöhne
Mich an die schmale Last
Sie liegen stumm, gefroren
Schwarze Johannisbeeren
In deiner Augen Grab
O bleibe Herr, bewahre
Beraubte Vaterhände
Kalt ist der Abendhauch -
kaffeemäulchen - 5. Feb, 00:36
Wollte er springen, war er? Er wusste es nicht mehr. Er wusste nichts mehr. In diesen Stunden hatte er schon alle Erinnerung verloren. Sein Kopf, weiß und leer wie ein neues Jahr. Schwester und Schwager holten ihn aus dem Krankenhaus, brachten ihn in die warme Stube. In der Ecke der Ofen, Äpfel zum backen darinnen, daneben der Sessel, daneben das Klavier. Sie legten seine Finger auf die Tasten – nichts. Sie spielten ihm Platten mit seinen Stücken vor, er sah sie fragend an, allenfalls sagte er: „Der spielt gar nicht mal schlecht, scheint so, er hätte als Kind mehr üben können, dann wäre einmal etwas aus ihm geworden. Ich persönlich mochte Klaviermusik ja noch nie.“
Da ging sie in die Küche, ließ ihre Tränen auf die Ofenherdplatte fallen, sah zu, wie sie in Sekunden verdampften und weiße Punkte zurück blieben.
Wenn er spielte, konnte sie die Flügelschläge der Engel hören. Und Gottes Schritte auf dem Dach der Welt.
kaffeemäulchen - 30. Jan, 15:26
Schnee Schnee Schnee!
Schnee Schnee Schnee!
Schnee Schnee Schnee!
Spätestens Freitag.
Heißa Jucheee!
kaffeemäulchen - 23. Jan, 10:20
Outside of a dog, a book is man's best friend. Inside of a dog, it´s too dark to read.
Groucho Marx
kaffeemäulchen - 18. Jan, 19:47
Dämmerung!
every day keep watching.
kaffeemäulchen - 16. Jan, 16:47
Über die Grenze 15:27. In Warszawa 21:35. Über die Grenze im frühen Morgen, 6:14. Ankunft in Kiev 16:21. Auf einen Kaffee aussteigen - und wieder zurück. Oder eine Weile bleiben. Wir können über alles reden.
Aber es will einfach niemand mitkommen!
here, anybody?
kaffeemäulchen - 16. Jan, 12:46
happy birthday my princy child. hope, the sun rises right out of your window and you have nothing to fear, a lot to dream and some kind, motherly eyes looking after you and loving you.
you know, these angels I brought you years ago won´t ever leave you. and today there rustle with their unvisible wings for you, you gonna hear it in the town forest.

kaffeemäulchen - 11. Jan, 09:23
or not?
kaffeemäulchen - 4. Jan, 15:26