Donnerstag, 8. Juni 2006

Fünfzwölftelbilanz

Donnerstage, die mit Migräne und Kältewellen beginnen, bekommen die Ode an die Freude ins Gesicht geklatscht, zweifach, und Tee mit Limette und Akazienhonig. Und Lichtschauer. Fortwährend. Das Haus hat Hummeln im Hintern und kreischt, verliert Holz im Treppenhaus, lässt Wasser durch den Stuck, rieselt Zeug durch die hohlen Wände. Wirft Möbel und Bewohner durcheinander. Der, der da fragt, wie wir auf Tucholsky kommen, hat nicht gemerkt, dass das Zitat an der Tür keine Nachricht von Nachbarn ist. Hummel hat mich mein Vater genannt, da war ich fünf oder jünger. Morgens, mittags, abends, die Leute haben alle ihre Fenster zu, noch nie was von frischer Luft gehört, und ihre Goldwage an den Straßenrand gestellt. Wenn Filou Geburtstag hat gab es sonst immer schon Kirschen, falls die Stare gütig waren und etwas für uns gelassen hatten. Dieses Jahr sind noch nicht einmal die Erdbeeren groß und rot gewachsen. Jemand muss es festhalten, sonst haben wir alle im August vergessen, dass der Mai verregnet war, jeder Tag. Kein gewöhnlicher Regen, sorgfältig mit Pausen versehen. Mit dem Fahrrad konnte man schnell von a) nach b) und in der nächsten Pause wieder zurück. Meine Mutter liebt Kirschen, von der Plantage pflückt sie, eimerweise, schlägt sich den Bauch damit voll. Kirschen gegessen, Wasser getrunken, Bauchschmerzen bekommen, zum Doktor, tot. Ich bin zu faul dafür, soviel Kern im Vergleich zur Frucht. Das dauert wirklich zu lange.
Beim ersten Kaffee Hufenklapp auf den Kopfsteinen in unserer Straße. Ein Brautpaar in offener Kutsche, morgens um zehn. Die Rappen mit weißen Bommeln geschmückt, dass wir sie von oben betrachten würden, die fünf, damit hatten sie nicht gerechnet. Geschäftig wirken sie, das auch noch abhaken, die Frisur sitzt nicht ganz so wie sie soll, nach wievielen Monaten ist der erste Seitensprung drin, die Pferde rucken mit dem Kopf, da war doch eine Wiese, gab es da etwa Löwenzahn. Der Kutscher ärgert sich über den lächerlichen Zylinder, musste das sein, und ist mit den Gedanken bei seiner Tochter, die hat Kinderlähmung und wollte doch Radrennfahrerin werden.

Monday's Child is fair of face.
Tuesday's child is full of grace.
Wednesday's child is full of woe.
Thursday's child has far to go.
Friday's child is loving and giving.
Saturday's child works hard for a living,
But the child who is born on the Sabbath Day
Is bonny and blithe and good and gay. Stattkatze hat es gut. Hat eine Kleinstadt.

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