Mittwoch, 30. September 2009

brother innov-is 50

He turned crazy. And now he wanna sew!

Samstag, 26. September 2009

...



Wie schnell die Woche zurück in der Heimat verflogen ist ... Mini Blondie spricht immer noch vom Meer und wenn sie den Herbstwolkenhimmel entdeckt, hält sie ihn fürs Meer. Ich würde auch lieber wieder an der Ostsee sitzen als von den hiesigen Grippewellen umspült zu werden.
Minie Blondie geht schon mal vor ...

Donnerstag, 24. September 2009

Mehr Meer



Nichts besticht mich mehr als so ein Herbstmeer im Septemberlicht. Ja, sie hatten alle Recht, die vormals von der Insel sprachen - das Licht dort hat sich schon immer aufs Herzenfangen verstanden. Wir haben viele getroffen, die einmal auf Bornholm Urlaub gemacht haben und gleich dort eingezogen sind. Viele Deutsche haben dort irgendwas, einen Laden, ein Café, eine Galerie. Kann ich gut verstehen. Viele Häuser standen zum Verkauf ... Aber nein, so schnell ziehe ich nicht schon wieder um, hehe. Bin ja hier noch gar nicht richtig angekommen. Morgen vor einem Monat sind wir hier eingezogen, hooorray. Noch längst nicht alle Kisten sind ausgepackt und ich habe seitdem nicht einen Nadelstich genäht! Uuh, das schmerzt. Was ist nur los. Meine Supplies sind alle ein Durcheinander, die Stoffe maulen mich an und ich habe keine Inspiration. Leere Wände. Und keine freie Minute. Mini Blondie ist hier noch fremd, ich spüre ihre Unsicherheit, sie weicht kaum von meinem Arm. Erstmal müssen wir für sie ein paar kleine Spielfreunde finden. Ich bin kurz davor, Hase, Hund und Katze zu besorgen. Wenn es mal ordentlich reife Avocados gäbe, würde ich uns eine Trost-Sushi-Portion rollen. Auf Bornholm gab es tatsächlich auch einen Sushiladen. Die großelterliche Skepsis war allerdings so groß, dass wir nur das Plakat davon angelechtzt haben.



Man bräuchte dort beinahe keine Autos, die Landschaft ist von Zweirädern geprägt. Und an den Radwegen stehen überall herzallerliebste Verkaufsstände mit eigensinnigen Geldeinwurfanlagen. Bei dem hier gab es neben dem angebauten Gemüse auch Blumensträuße, frische Kräuter und einen Schrank voll Trödel. Viele bieten auch ihre gestrickten Sachen an, sehr schön und vertrauensvoll.







Noch schöner als Einkaufen gehen war das Jagen und Sammeln. Na gut, das Jagen bestand nur aus Gucken. Muckmuck-Gucken. Mini Blondies Freund am Waldwegeingang hat fast immer auf der Wiese auf uns gewartet. Und die Pilze! Versprochen war, dass sie bis vor die Haustür wachsen. Nach dem ersten Regentag war das auch so. Jeden Morgen ging es auf Pilzbabysuche und Mini Blondie war nach kurzer Zeit schon ein zuverlässiger Steinpilzfinder. Erstaunlich, die vielen Giftpilze hat sie nicht einmal versucht zu ernten. Steinpilze in allen Größen haben wir gefunden, einige Braunkappen, Pfifferlinge, Ziegenlippen (warum heißen die so?) und Butterpilze. Manche haben wir entdeckt, als sie gerade ihren Kopf durchs Moos gesteckt haben - irgendwie ein Wunder. Da kommt so ein kleiner Helm durch und sieht so drollig aus. Du guckst und guckst und streifst durch den Wald und da! Da ist einer! Und dann entdeckst du eine ganze Pilzfamilie. Manche haben wir gegossen, damit sie schneller wachsen. Ähem.
Die nächsten Tage kann ich noch ein wenig mehr von der Inselzeit hier teilen. Und in den knappen TimeforMama-Minuten muss ich mich endlich mit meinem Nähzimmer anfreunden. Dann gibt es vielleicht bald ein paar Bilder von meinem neuen studio. So viel Platz hier! Wohlmöglich bringt ein Herbst Hello Giveaway mich wieder zurück ans Craften.


Da habe ich doch nur einmal gegossen, und jetzt ist das ganze Meer voll.

Mittwoch, 23. September 2009

Bornholm byebye

Die Insel hat uns wieder zurück geschifft, auch wenn wir die Fähre nur mit quietschenden Reifen geschafft haben. Oh Bornholm, dein Licht hat mir geschmeichelt.
Viele Bilder und ein paar Schätze sind mitgekommen, und Pilze! Davon bald mehr, erstmal ein lautes: Willkommen Herbst ich bin pünktlich zurück!
Der Wald, in dem wir gewohnt haben, war nicht zuletzt auch herrlicher Fotohintergrund für die Islandwolle, die wir in Allinge gefunden haben. Die Road to Oslo Socks habe ich am ersten Tag dort fertiggestrickt und dann fast jeden Tag getragen. Das sind so richtige Allwettersocken.







Unser Haus hat sich mitten im Räuberwald versteckt, aber schon die rauschenden Kiefernwipfel haben es versprochen:



Wir sind am Meer, ganz sicher.

Donnerstag, 10. September 2009

Baby don´t forget to catch me!

I´m heading off. Guess where I´am!
...
Meet you at the ocean.

Dienstag, 8. September 2009

Unsterbliche Fliegen

Zwei Wochen auf dem Land, und schon sind die täglichen Beschäftigungen wie ausgetauscht. Ich war und bin ein Landei. Zumindest mit der rechten Herzkammer. Jetzt sammele ich Äpfel und Pfirsiche auf, reche Laub, gieße draußen die Blumen und Kräuter, achte auf Feuerholz, pflücke Pflaumen und bewahre Mini Blondie davor, in Pferdemist zu laufen. Wortwörtlich ein himmelweiter Unterschied. Zur Stadt. Der Stand auf dem Bild ist mein neuer Einkaufsladen. Wenn ich nicht aufpasse, hole ich jeden Tag mit dem Fahrrad einen neuen Kürbis. Die sollen lieber alle hier bei mir im Garten liegen, hier hätten sie es gut.
Nur wenige der neuen Alltagspflichten würde ich gern wieder zurücktauschen. Eine davon: das Fliegenerschlagen. Neulich waren es gefühlte dreißig Fliegen. Nur in der Küche. Aber ich bin ihnen auf die Schliche gekommen. Die Fliegen hier müssen unsterblich sein. (Spooky, I know.) Auch wenn ich beherzt und mehrmals eine erschlage, steht sie nach ein paar Minuten, wenn ich nicht hinsehe, wieder auf und krabbelt eine Weile. Dann fliegt sie wieder und brummt mir hohnvoll um die Ohren. Nicht mit mir!





Was auch nicht zu tauschen geht und vielleicht auch zu etwas gut ist - dass wir so aus unserem Rhythmus gefallen sind. Unsere sorgfältig geordneten Tage, die konnten wir nicht mitnehmen. Kurti und die anderen Kleinen auf dem Humannplatz treffen, ein Mittag kochen und der Schlaf dazu for sure, (was Nähzeit für Mommi hieß), in der Feierabendstunde nochmal durch den Kiez schieben ...
Mini Blondie hat doch viel mehr an dem Umzug zu knapsen als ich dachte. Sie sucht die Wohnung und ich merke, wie unsicher sie hier noch ist. Nicht, sobald wir draußen sind, den Garten hat sie als erstes Zimmer in ihr Herz geschlossen. Vielleicht ist es meinem Stadtkindchen noch zu ruhig hier?
Die Wochenenden sind alles andere als ruhig, sind Feste ohne Ende. Wenn die letzten auf dem Heimweg sind, brennen hier die Laternen, bis sie sicher angekommen sind.

Donnerstag, 3. September 2009

Bedecke deine Himmel ...







Die Nachbarn haben gesagt, hier kommt selten Regen runter. Heute hat es den ganzen Tag geschüttet - ich bin so froh, sie haben sich geirrt! In den kurzen Regenpausen bin ich in Gummistiefeln durch das Gras gepirscht und habe eimerweise Fallobst gesammelt. Warum verstecken sich Ohrenkneifer unter Salzstreuern oder in Gießkannentüllen? Das ist doch unbequem. Aber wie sie wollen - hier ist genug für alle. Mini Blondie bietet selbst den Wahlplakaten einen Happen von ihrem Zwieback an und füttert die Fliege auf dem Tisch mit Kartoffel.

Samstag, 29. August 2009

changing living rooms











Ich habe den Verdacht, hier draußen fehlen mir die Worte ... Alles, was ich zu sagen habe, ist ein Seufzen. Die frische Luft trägt hier die Gedanken fort und löst alle Stirnrunzeln auf. Ahhh. Wetter. Licht. Fallende Äpfel.
Ich gehe wieder raus, atmen. Ein andermal gibt es mehr zu berichten. Vielleicht morgen, ein erster Sneak Peak vom Studio. Vielleicht packe ich dann schon die Stoffe aus. Es gibt ein Päckchen nach Schottland zu verschicken!
Happy Weekend!

Montag, 24. August 2009

Sonne und Abschied



Letztes Wochenende hier, und schnell noch eine Tasche genäht. Ja, sie ist etwas zu dreieckig, aber dafür passt bis auf mein Strickzeug wirklich alles für Mama und Mini Blondie rein. Für den Innenstoff habe ich meinen einzigen Heather Bailey Stoff verwendet. Ich wollte ihn eigentlich gar nicht anschneiden, aber hjortron hat mir Lust drauf gemacht. Jetzt fehlen noch eine passende Windeltasche und Täschchen für Mini Blondie. Aber erstmal sind auch alle Stoffe verpackt und ich habe mich erschrocken, als ich meine Näh-Kisten mal durchgezählt habe. Oh my, da kommen ja mehr Kisten zusammen als ich für die Küche gebraucht habe.

Am Sonntag haben wir endlich den Kinderbauernhof Pinke Panke erkundet. Vorher gab es noch eine Kugel Ziegenmilch-Nougateis im Café Paula, hmmm, lecker. Der Bauernhof ist herrlich für Kinder, verschlungene, mit Blumen zugewachsene Wege, eine Feuerstelle, riesige Plantschpfütze, jede Menge Tiere ... da möchte ich selber gern eine Räuberhöhle bauen und schwarze Füße bekommen.



















Aber ihr, Kinder der Erde, ihr Ruhelosen in der Ruhe, ihr werdet weder in die Falle gehen noch gezähmt werden.

Euer Haus soll kein Anker, sondern ein Mast sein.

Es soll kein schimmerndes Häutchen sein, das eine Wunde bedeckt, sondern ein Augenlid, das das Auge behütet.

Ihr sollt nicht eure Flügel falten, damit ihr durch Türen kommt, noch eure Köpfe beugen, damit sie nicht gegen eine Decke stossen, noch Angst haben zu atmen, damit die Mauern nicht besten und einstürzen.

Ihr sollt nicht in Gräbern wohnen, die von den Toten für die Lebenden gemacht sind. Und obwohl von Pracht und Glanz, sollte euer Haus weder euer Geheimnis hüten, noch eure Sehnsucht beherbergen.

Denn was grenzenlos in euch ist, wohnt im Palast des Himmels, dessen Tor der Morgennebel ist und dessen Fenster die Lieder und die Stille der Nacht sind.
KHALI GIBRAN



Ja!

Donnerstag, 20. August 2009

Ein Dressing, ein Trinkpäckchen und ein Swap

Kann das zusammenpassen? Nun, es könnte alles in eine Umzugskiste gehen ... und noch mehr. Aber das soll es gar nicht, denn das wäre ein ganz anderes Thema: Packe ich die Kisten so, dass sie möglichst gut zu tragen sind und kein Platz verschenkt wird - aber dann so ungefähr aus jedem Raum ein Gegenstand drin landet und ich für eine Kiste ein- und wieder auspacken Kilometergeld beantragen könnte ... Oder packe ich die Sachen, die zusammengehören, in eine Kiste. Dann gibt es federleichte und sehr schwere Kisten ... aber Bücher, Stoffe, Gläser sind schön beieinander. Ich kann euch sagen, Kisten packen ist kein Spaß. Aber genug davon am heißesten Tag des Jahres (37 Grad!). Deswegen haben wir auch für den Abend ein Abschiedsstricken und den Film Noveccento geplant. Jippie.



Als wir in New Hampshire waren, musste eine Flasche davon immer im Kühlschrank stehen: Drew´s Sesame Orange Dressing. Oh so yummi! Das perfekte Dressing für einen Salat mit viel Avocado, Tomaten und allem, was gerade so im Garten wächst. Ich wünschte, es gäbe eine Rohrpostleitung vom Hannaford bis zu mir. Die Dressingflasche würde genau durchpassen. But someone is a crazy nut and send it to me per airplane. Can you belive it? Uuh, ich könnte die Flasche pur trinken, so lecker ist das.



Auch schön für den Sommer: IKEAs Holunderblütentrinkpäckchen. Da schmeckt ein bisschen Wehmut raus. Im Frühjahr, als die Holunderbüsche blühten ... da war das Jahr noch jung. Ich weiß noch gar nicht, ob in unserem Garten Holunder wächst. Oder wie man neue Holunderbüsche anlegen kann. Oder Quitten. Ich liebe den Duft von reifen Quitten.
Sucht ihr noch eine Herausforderung für den Monat? Wolltet ihr schon immer mal bei einem Swap mitmachen? Ich habe schon oft nach welchen gesucht, aber immer nur gefunden, wenn sie schon abgeschlossen waren. Diesmal habe ich einen gefunden, tadaa. Bis Samstag könnt ihr euch noch anmelden.



Magchunk ruft einen Craft Swap aus. Die Idee ist, ein kleines Craftpaket zusammenzustellen aus Sachen, die man vorrätig hat oder kauft und damit Inspiration zu einem neuen Projekt gibt.
Ich bin ziemlich aufgeregt. Ob das klappt? Was könnte ich einpacken? Ich brauche erstmal ein paar Informationen über meinen Swappartner. Hoffentlich darf ich mitmachen, nicht, dass der Swap nur für die USA ist. Ohlala. Abschicktermin ist am 28.8., das bedeutet, meine Nähzimmerkisten muss ich als erste auspacken. Ich brauche erstmal noch einen Kaffi. Ihr auch? Kommt gut durch den Tag. Keine Sorge, der Herbst ist nahe.

Mittwoch, 19. August 2009

Rechenbeispiel

Kleine Wochenstatistik, für Unvollständigkeit der Kategorien übernehme ich keine Haftung.
  • gepackte Kisten: 24
    gegessene Rote Bete Knollen: 14
    heute und gestern getrunkene Kaffee: 8
    Ikeabesuche: 1
    Melt downs: 0
    gekaufte Stoffmeter: 2
    fertige Nähstücke: 5
    Nähstücke im Kopf: mindestens 50
    geschickte Briefe: 1
    Sushibestellungen: 2
    neue Telefonnummern: 1
    abgebrochene Zelte: 1
    Familien, die in 2 Minuten Entfernung ziehen: 1
    Seebesuche: 1
    gewechselte Windeln: wie üblich
    Frühstückgatherings: 2
    aufs Auto gefallene Äpfel: 1
    geschnittene Ponys: 1




Auf den Fotos zu sehen: Tischsets für das neue Heim und einen extra dicken French Press Cozy für muckla, schön rosa und mit ein paar Knöpfen, damit es ein bisschen Struktur bekommt. Im Moment mache ich nur schnelle Projekte, die ich innerhalb ein paar Stunden fertig bekomme. Das schaffe ich gut zwischen dem Kistenpacken - und es macht glücklich.

Was macht euch gerade glücklich?

Freitag, 14. August 2009

Hello there



Es ist gar nicht so leicht, in zwei entgegengesetzte Richtungen zu leben. Ich packe Kisten und Kisten und kann schwer gleichzeitig Stoffe ausbreiten und planen. Wenn doch, würde ich am liebsten einen Quilt beginnen. Aber das soll warten, bis es ein Nähzimmer für mich gibt! Inzwischen schnipsel ich aus den Resten. Hier ein Nadelkissen in Würfelform. Dieser Erdberstoff (ich glaube von Robert Kaufmann) ist mein liebster Stoff aller Zeiten. Ich habe nur noch einige Inch davon. Einst von Frau Hjorton mir vermacht, habe ich ihn schon in allen möglichen Projekten verarbeitet. Meine Devise ist, jedes kleinste Schnipselchen davon verwenden, denn es gibt den Stoff nicht mehr.



Heute Vormittag hatte ich den reizendsten Frühstücksbesuch den ich mir nur ausmalen kann - von der wundervollen Fröken Skicklig. Oh, was für ein wunderbarer Start ins Wochenende! Mit Kaffi, Blaubeerpfannkuchen und jede Menge frischem Obst. Ich hoffe, das können wir noch viele Morgen wiederholen.
Vielen Dank an alle für die leckeren Rote Bete Rezepte. Ich habe den Salat mit Schmand probiert, und auch wenn ich die neun Knollen so gut wie allein zu essen hatte, kam ich nicht dazu, ein Foto zu machen. Ich hatte reingemixt, was im Haus war: Zwiebeln, Creme Fraiche, Wasabi (kein Meerettich da), Apfelessig, Salz, Zucker, Pfeffer. Yummi!
Am Morgen kam wieder meine Gemüsekiste an. Ist das nicht eine Pracht! Hm, ich kann das Wochenende kaum erwarten und hoffe auf gegrillte Maiskolben und Zuccinisalat ... und ein bisschen Nähen.
Und für euch: einen Kiwieisbecher und einen Möwenruf. Bon voyage.

Mittwoch, 12. August 2009

Die Leute sind so schön, wenn sie lächeln

Nou hat für alle Passanten ein paar hoffnungsvolle "Hallos" übrig. Nur manche sagen auch Hallo. Ich mag die, die uns dann zulächeln. Mit Abschiedsaugen gehe ich schon durch die täglichen Straßen. Es ist eine Frage von Wahrscheinlichkeiten. Auf zwei Wochen kommen nur noch: Vielleicht 1x Sushi bestellen, 4x zum Humannplatz, 1x zum Rockbäcker, 1x zu Misses & Marbles, ach und ins Glaube und Wahrheit, aber nur Gucken, nichts kaufen. Einen Großeinkauf beim Asialaden, die Stempelkarte vom Saluti noch vollmachen, bei Balzac noch reinschauen. Ein Abschiedsessen im Fellas? 1x zu Frau Tulpe, aber höchstens Ribbons kaufen, über den Wochenmarkt vor der Zionskirche laufen - gibt´s schon Maronis? Ashley im Cupcakes Farewell sagen, die Kastanienallee langsam abschreiten, ein paar Passbilder s/w knipsen. Zur Kulturbrauerei kommen wir zum schwedischen Weihnachtsmarkt wieder - dieses Jahr wird Nou den Zauber schon entdecken.
Jetzt gehen wir - weg von hier. Vor Jahren hat es angefangen, das Ausfliegen. Viele, fast alle unserer Freunde sind ausgeflogen, aus diesem Stadtnest, weit fort, ins Fremde. Nach München, nach Hannover, nach Göttingen, nach Darmstadt, nach Hartfort, nach Schwerin, nach Erlangen-Tokio, nach Australien, nach Brasilien, nach Laos, nach New Hampshire ans andere Ende der Welt. No one knows how much struggeling that was for me. Daily. Ich brauche sie nicht sehr viel. Nicht unbedingt zum Reden, nicht oft ihre Zeit. Aber ihre Nähe, ab und zu, um mich zu vergewissern dass sie noch vertraut riechen. Ihr Lächeln brauche ich, mit einem milden Blick aus den Augen: you are ok.

Dienstag, 11. August 2009

Zwischenstand :: Halbherbst :: Elsa



Eine neue Saufee ist fertig und es war so ein Vergnügen, diesen Alexander Henry Stoff (von 2006) zu vernähen. Und ich habe noch mehr davon!
Die Saufee heißt Elsa und sitzt schon in meinem Shop.
Unsere Nikon ist immer noch kaputt und ich kann keine vernünftigen Bilder machen. Ärgerlich.





Das Wochenende war schön gefüllt mit Kinderlachen, Sushi satt, rote Bete, die mir die halbe Küche gefärbt haben (sie stehen immer noch gekocht, aber nicht verarbeitet im Kühlschrank). Den Sonntag lang im Garten gesessen, umringt von lieben Helfern und Sommerschmaus. Meinen Lieblingsplatz habe ich jetzt schon gefunden: Unter den beiden Apfelbäumen. Der erste Handgriff ist getan, ich habe die faulen Äpfel und Birnen aufgesammelt - hmm, dazwischen kriecht der Geruch vom Herbst durch den Boden.
Jetzt habe ich die Sorgen aus der Hand gelassen und packe gemächlich alles ein. Zwischenstand: 16 Kisten. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass die Dinge jetzt eine Weile nicht benutzt werden. Fast ist es mir zu viel Ballast und ich möchte alles aussortieren. Wenn es jetzt drei, vier Wochen in Kisten stecken kann, brauche ich es doch nicht wirklich, right?! Aber ich weiß auch dass es eines Tages schön sein wird, zu entdecken, was ich alles habe - auch an Erinnerungen. Was mir nicht mehr gefällt, stelle ich zum Verschenken in den Hausflur. Es ist aufregend zu beobachten, was wie schnell jemandem gefällt. Das Beste sind die Momente zwischendurch. Wenn Mini Blondie auf unserem Bett liegt und die Beine in die Luft wirft und uns beide mit nur zwei Worten dazu bringt, mitzumachen. Wie sie Milchschaum sagt. Wie sie sich mit einer Hand abstützt, grinst und tanzt. Die alten Lieder, wieder ausgegraben. Jemand, der mitten am Tag mit mir Kaffee trinken gehen will. Die Blätter, die schon über den Gehweg huschen. Ein eiskaltes Bier und die Aussicht auf einen Abend an der Nähmaschine.
Ich hoffe eure Woche swingt auch ein bisschen. Dum du du du dum dum.

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