Advent

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Gebrauchsanweisung zum Advent



Eintrag vom 23.12.2007

Lass dir nicht klamm ums Herz werden weil schon Dezember ist, dieses Jahr packt seine Koffer und nimmt dich nicht mit. Es hat seinen Zweck dass du auf dieser Erde weilst.
Schneide jeden Morgen eine Schneeflocke aus Papier.
Bring dem Hausmeister, wenn er Schnee fegt, einen Kaffee.
Heb jeden Tag eine Seite aus der Zeitung auf und sieh, die Fülle dieses Monats!
Lies ein Gedicht so lange, bis du es nicht mehr vergisst.
Nimm Walnusshälften und füll sie mit Vogelfutter, reih sie auf allen Fensterbrettern auf, du wirst in den nächsten Tagen viel Besuch bekommen.
Warte auf den Briefträger und frag ihn, wie es ihm heute geht.
Geh um die Mittagszeit auf die Straße, grüße die Sonne, spaziere Richtung Norden, bis der Winter dich an der Nasenspitze zwickt.
Wirf Teelichter in die Briefkästen deiner Straße, lern zu verschwenden, spür, wie dein Herz wächst.
Versteck in einem Zaunspalt deinen Wunschzettel und halt in der Manteltasche Käse für streunende Katzen bereit.
Such in Kindergesichtern nach dem Funkeln und Leuchten, dort findest du die Weihnacht, die du suchst.
Leg den Bettlern Schokoladengoldtaler in ihre krummen Gefäße.
Wenn du an einer Kirche vorbei gehst, kehr ein und geh den Kirchturm hinauf – wie weit ist es bis zum Horizont?
Übersieh nicht den Engel, der am Ausgang steht, dir warm in den Nacken pustet und dich segnet.
Gib kein Geld aus für Geschenke, back für alle dicke Kekse, schreib warme Briefe, stell Laternen ins Treppenhaus.
Schick Weihnachtsgrüße an deine Deutschlehrerin.
Sag deinen Eltern, warum du sie liebst.
Was du tun möchtest, das tu in diesem Moment, schieb nichts mehr auf.
Erspüre die Weite der Zeit, wie sie sich dehnen lässt, je eher es dunkel wird.
Nimm Abschied von dem, was du in diesem Jahr nicht mehr erreichen kannst.
Feiere ein Fest, kauf zwölf Äpfel und brate sie im Ofen.
Spar den Wein nicht auf für das nächste Jahr, schenk allen voll ein.
Lass in der Nacht ein Licht im Fenster brennen und verlieb dich neu.

Sonntag, 29. November 2009

Komm an meinen Tisch



Komm an meinen Tisch, fremder Wanderer, Wölkchen aus Grönlands Himmel, wackeres Rotkehlchen -
Komm an meinen Tisch, ein Stuhl ist noch frei. Auf dem anderen sitzt schon Novembersönnchen, getarnt mit Schürze und Mehl im Haar. Ich hab ihr versprochen, sie nicht zu verraten -



Komm an meinen Tisch, Nibelunge, scheues Reh, einsames Herz -
Komm an meinen Tisch, für eine halbe Nachmittagsstunde. Es ist hier so warm, du wirst deine Jacke ausziehen und nach einem Eiswürfel fragen.



Komm zur Dämmerung ans Feuer, alter Hund, Mädchen, Engel ohne Hand. Hier gehen die Geschichten nicht aus, nein sie kleiden dich, wärmen dich und machen dich satt. Wenn dein Weg dich weiterführt, lass die Steine aus deinen Taschen hier. Und den Staub, der deine Schultern drückt, schlag ihn in den Wind. Die Krümel Bitterkeit kehr noch von den Schuhsohlen ab. Bald macht ein Jahr alles neu.



Erster Advent.

Donnerstag, 26. November 2009

Da kommt was um die Ecke

Ich mag die Spätnovemberstürme, die Vormittags eilig zum Frühstück aufkreuzen und am Abend wiederkehren, ums Haus jagen und Verstecken in den Büschen und Ästen spielen. Ansonsten machen die Temperaturen keine Anstalten, nicht länger in Richtung Frühling zu zeigen. Ich warte, der knackige Winter kommt schon noch. Jeder Vormittag, den wir in der Sonne draußen vertrödeln können, ist uns lieb und teuer. Aber die Spuren der Vorweihnachtszeit lassen sich nicht mehr leugnen. Im Nachbarsgarten leuchten die Lichterketten an den Bäumen, der Adventskranz ist fertig und duftet vor sich hin (die Zimtsterne sind extra dick festgeklebt damit Mini Blondie sie nicht aufessen kann - versucht hat sie es schon) und meine Fingerspitzen brennen darauf, sich bald in Stollenteig zu vergraben.



Aber meine Pyramide spinnt. Im letzten Jahr wollte sie sich gar nicht drehen und jetzt ist sie so in die Höhe geschossen, dass sie nicht mehr auf den Stubentisch passt. Unerhört!







In diesem Jahr kommt die Großfamilie für die Festtage zu uns. Einen Entenbratenprobelauf haben wir schon gemacht, es hat ganz gut geklappt, aber Mini Blondie hat sich vor den nackigen, nicht mehr sehr lebendigen Flügeltieren gefürchtet. Und den Schlitten, den haben wir auch schonmal abgestaubt. Schnee, wir erwarten dich, am 11. Dezember pünktlich zur Milchschaumzeit um 16 Uhr!

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